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Meine Jungs sind meeeega und ich kann kaum in Worte fassen, wie stolz und verliebt ich in die beiden bin. Und trotz alledem, bin ich fest davon überzeugt, dass man auch als Mama ab und zu Zeit für sich haben sollte. Einfach mal wieder mit ner Freundin essen gehen, ein Glas Wein trinken und 2 Stunden über Gott und die Welt quatschen…. hach, wie gut sowas tun kann. Es sei denn, der Mann ruft an und ist fix und fertig mit den Nerven, weil der Chiller mal so gar nicht gechillt ist und statt zu schlafen, nach Mama brüllt. So vor einer Woche geschehen und absolut nicht wiederholungsbedürftig.

Eigentlich war ich immer total entspannt, wenn Papa auf die beiden Pupser aufgepasst hat. Schließlich habe ich 1x wöchentlich einen Rückbildungskurs besucht, was soviel hieß wie: “heute bringt der Daddy euch ins Bett, während Mama schwitzt!” Und das lief auch jedes Mal recht gut. Während andere Muttis im Kurs die ganze Zeit auf ihr Handy glotzten und die Schweißperlen weniger durch die anstrengende Beckenbodengymnastik als vielmehr durch die innere Anspannung produziert wurden, war ich die Ruhe selbst. Mein Handy lag schön im Spind, damit Mama sich auf ihren Sport konzentrieren konnte und ich hatte nicht die geringsten Zweifel daran, dass Papa mit den Kleinen schon klar kommen würde. Und nun das…

Papa in Not – wenn ein Zwilling durchdreht

Das Essen stand gerade vor mir, am Wein hatte ich auch schon genippt und die Freude über das Wiedersehen mit besagter Freundin war mir sicherlich auch aus dem Gesicht abzulesen, als das Handy klingelte und mein Mann völlig außer sich nach Einschlaftipps für unseren Chiller-Zwilling fragte. Denn der war kurz nach Mamas Aufbruch in einen babyfreien Abend von jetzt auf gleich nicht mehr ruhig zu stellen und heulte wie von der Tarantel gestochen. – Hallo? Papa kennt und liebt er doch, warum will er ausgerechnet an solch einem Abend seine Mama? – Tipps am Telefon zu geben ist tatsächlich nicht ganz so einfach, wenn man die Umstände vor Ort nicht kennt. Ich erzähle dem kleinen Levi vor dem Einschlafen noch immer, dass er nun `ne geile Sause mit dem Sandmännchen machen darf und im Träumeland `nen Stammplatz an der Milchbar bekommt – aber das wollte ich meinem Mann mitten im Sushi-Restaurant dann doch nicht bis ins kleinste Detail erklären. Was also tun? Das Essen unberührt stehen lassen, den Wein in einem Zug runterkippen und losmarschieren? Sicherlich ne sinnvolle Aktion, wenn man im Nachbargarten gesessen hätte und in 5 Minuten zuhause gewesen wäre. Ich brauche aber von Tür zu Tür mindestens 45 Minuten (wenn alles gut läuft und die Bahn pünktlich kommt). Heißt: mal eben heim kommen und nach dem Rechten schauen, ist nicht. Und auf die Frage: “Was soll ich denn machen? Brauchst du mich, soll ich jetzt heimfahren!” kam dann auch nur die Antwort: “Nene, mach du mal, ich schaff das schon irgendwie!”

Solch ein Essen kann man doch schlecht stehen lassen!?

Super. Auf der einen Seite, kann man eh nichts machen und braucht viel zu lange, um einzugreifen. Auf der anderen Seite fühlt es sich aber auch nicht besonders prickelnd an, sich den Wein und den leckeren Lachs in die Figur zu schieben, während mein Sohn weint und mein Mann kurz vor dem Nervenzusammenbruch steht. Andererseits: nun weiß er meine tägliche Arbeit als Mama noch mehr zu schätzen als sowieso schon 😉 Ich blieb also im Restaurant sitzen und versuchte mir einzureden, dass schon alles gut gehen würde. Schließlich war es das ja sonst auch immer. Aber was soll ich sagen: auf “danach noch gemütlich in eine Bar setzen und plaudern” hatte ich dann auch keine Lust mehr. Der Abend war gelaufen und ich musste tatsächlich mehr als schmunzeln, als ich zuhause angekommen meinen Mann völlig ausgeknocked mit einer Pulle Bier auf dem Sofa auffand. “Ich hab es nicht mal geschafft, Abendbrot zu essen!” heulte er mir vor. Verrückt… auch das ist für eine Mama nichts Neues: Essen wird manchmal völlig überbewertet 😉

Kann ich meine Kids einem Babysitter anvertrauen?

Durch das ständige Gedrehe kann man die Kleinen nicht aus den Augen lassen

Tatsächlich steckt mir dieser komische Abend noch seltsam in den Knochen. Denn was nun? Kann ich jetzt keinen babyfreien Abend mehr genießen, auch wenn Papa zuhause ist? Und was, wenn wir mal gemeinsam ausgehen wollen – geht das dann erst wieder in 20 Jahren? Wie schon erwähnt, haben wir leider keine Eltern oder Schwiegerelten in unmittelbarer Umgebung und selbst wenn diese anbieten eine Stunde Fahrt auf sich zu nehmen, um auf die Kleinen aufzupassen, fragt man sich nun  “kann das gut gehen?” Denn schließlich sehen die beiden Twins Ihre Großeltern aufgrund der Entfernung auch nicht regelmäßig und sind es nicht gewohnt, beim Einschlafen auf Mama oder Papa zu verzichten. Wir müssten die Kinder also erst ins Bett bringen und könnten dann noch mal aus dem Haus, wenn das Abendritual hinter uns liegt und die Kleinen tief und fest im Schlummerland sind.

Puh, irgendwie alles gar nicht so einfach. Einerseits wünscht man sich auch mal wieder gemeinsam auf einer Fete auftauchen zu können (zumal, Schwiegerschwester nächste Woche groß den 30. feiert) andererseits will man natürlich nur das Beste für die kleinen Zwillings-Männer. Und die sind nunmal noch soooooo klein. Obwohl: die Zeit rast und man kann kaum fassen, dass die beiden in einem Monat schon ein halbes Jahr alt werden. Wie ich finde, das perfekte Alter, um sich langsam und allmählich an einen Babysitter zu gewöhnen. Zumal wir das große Glück haben, ein Angebot aus der Nachbarschaft wahrnehmen zu können. Besser kann es ja EIGENTLICH nicht laufen, oder?

Der Plan: nach und nach kennenlernen und loslassen 

Wahrscheinlich muss ich mich einfach an die Tatsache gewöhnen, dass man als Mama nicht 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bei seinen zwei Söhnen sein kann, ohne irgendwann mal nervlich am Ende zu sein. Auch wir Mütter brauchen mal eine Auszeit und haben einen Babysitter verdient – und solange man jemanden hat, der super mit den Boys umgehen kann und an die sich die Kleinen schnell gewöhnen ist doch alles wunderbar. Und genau das, wollen wir demnächst in Angriff nehmen. Die Kleinen langsam aber sicher an die zukünftige Babysitterin gewöhnen, damit wir sie dann schon bald mit ruhigem Gewissen für 1-2Stunden mit ihnen alleine lassen können. Und wer weiss, vielleicht klappt es so gut, dass Mama und Papa demnächst mal wieder gemeinsam ins Kino können oder auch mal einen ruhigen Abend im Restaurant verbringen!?! Ich freu mich schon darauf und behaupte mal: auch das wird Dank Super-Nanny früh genug passieren.

Habt Ihr schon Babysitter-Erfahrungen gemacht? In welchem Alter seid Ihr gestartet und gibt es Tipps und Ratschläge für die Eingewöhnung?! Ich freue mich über jeden Kommentar und bin gespannt, auf Eure Berichte.

Alles Liebe,

Janna und ihre Doppelherzchen [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”] [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”]

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