Teile diesen Artikel gerne:

Wenn ich behaupte mein einer Zwilling kann mit seinen 10 Wochen schon “Mama” sagen, werden mich alle für bescheuert halten. Und doch: auch meine Eltern und meine Schwester haben es gehört. Es ist natürlich kein klares und deutliches Wort sondern eher eine Kombination aus sehr kläglichem Weinen und der richtigen Betonung zweier Silben, aber für meine Ohren ist es ganz eindeutig, dass der Kleine nach MAMA ruft, wenn er großen Hunger hat – und das ist bei unserem kleinen Chiller-Moppel ja öfters der Fall 😉

Generell haben die beiden Boys ihre eigene Sprache. Der Zappelzwilling ist ganz fasziniert von seiner Zunge und streckt sie ständig raus, schnalzt und macht Töne, die sich wie “lalalala” anhören. Ihm scheint also eine große musikalische Karriere bevorzustehen. Levi hingegen liebt runde Töne und zwar in allen Variationen. Von “ööööhhhh” über “ohhhh” bis hin zu “uhh” ist alles drin (deswegen konnte ich auch nicht anders, als ihm ein Shirt mit der Aufschrift “Oh” zu kaufen) Und wie gesagt: wenn der arme Kerl mal wieder kurz vor dem Hungertod steht, zieht er eine richtige Schnute und macht “Whäääääää maaaaa-maaaa” – also eine ganz klare Ansprache, wie ich finde.

Ein BABYLachen sagt mehr als tausend Worte

Die eindeutigste Kommunikation, neben ohrenbetäubendem Gebrüll, ist aber wohl ein strahlendes Babylachen. Und auch dabei haben die beiden Grammy-Boys ihre Eigenarten. Während Levi ständig über das ganze Gesicht strahlt und jedem zeigt, dass er ein sehr zufriedenes und gechilltes Kind ist, setzt der Zappelzwilling eher hin und wieder ein verschmitztes Grinsen auf. Klar, wenn er gut drauf ist, verwandelt sich das Grinsen auch in ein offenes Lachen – aber da seine Zunge einfach zu spannend ist, wird diese direkt wieder ausgestreckt und das Lachen verwandelt sich in eine sabbernde Hundeschnute. Schmunzelt er jedoch mit geschlossenem Mund, kann man davon ausgehen, dass man in den nächsten 15 Minuten eine stinkende Windel in Händen hält. Denn wenn der kleine Mann mit hochrotem Kopf sein Kacka-Grinsen aufsetzt, ist das auch eine ganz eindeutige Ankündigung. Generell kann ich aber mit stolzem Ton sagen: meine Kinder lachen viel und sind sehr ausgeglichen.

Der Ton macht die Musik

Neben der Mimik und Gestik, die man mit der Zeit kennenlernt und zu deuten weiss, spielt aber natürlich auch die Tonlage eine tragende Rolle in der Babysprache. Schon nach den ersten Tagen mit unseren Jungs, wusste ich blind, welcher der Kleinen schreit oder sich anders bemerkbar macht. Ganz einfach an den unterschiedlichen Lauten und Tonlagen, die beide nutzen. Hat Lasse Hunger klingt sein Gebrüll wie das meckern einer Ziege. Als der temperamentvollere Zwilling heult er sich richtig in Rage, bis sein Weinen nur noch wie “Mäh äh äh…” klingt und man ihn kaum noch beruhigen kann – außer mit einer Ladung Milch, versteht sich. Levi hingegen weint herzzerreißend und richtig gequält, so dass man als Mama ganz weiche Knie bekommt und ruckzuck mobil wird. Auch das Gebrabbel der beiden klingt komplett unterschiedlich. Dem Zappelzwilling scheint das Üben seiner Choreo wichtiger zu sein, als sich mit seinem Bruder zu unterhalten. Dementsprechend konzentriert er sich auf das Herumgeturne, hechelt dabei ordentlich, und untermalt das Ganze ab und zu mit einem lauten “Ähhh” – hat Michael Jackson das nicht auch immer gemacht? Der Chiller fragt sich währenddessen wohl oft “was macht der Zappler denn da bloß? Das wäre mir ja viiiiiel zu anstrengend”. Denn er ist stets bedacht, sich möglichst nicht viel zu bewegen und stattdessen seine Hand zu bewundern und ihr was zu erzählen. Ein Glück hat er zwei davon, so dass er einige Geschichten am Tag loswerden kann.

Du siehst: man lernt die Babysprache seiner Kids ganz schnell. Und auch hier zeigt sich wiedermal: jedes Kind ist unterschiedlich und hat seine eigene Art und Weise sich mitzuteilen. Mal hektisch und mit spitzen Lauten, mal jammernd und in “O” Tönen. Hauptsache, man kann sie verstehen – und das wird jede Mama, davon bin ich überzeugt. Übung macht schließlich den Meister.

Viel Spaß beim zuhören, deuten und dahin schmelzen, wünscht

Janna mit Lasse & Levi [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”] [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”]

Teile diesen Artikel gerne: