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“Ohhhh… schau mal Schatz: der Zappelzwilling macht das witzige Kack-Gesicht!” oder “Ahhhhh… schnell, schnell mach mal ein Foto vom Zungenschnalzer-Lächeln, das ist ja soooooo niedlich!” … so in etwa sieht momentan unsere tägliche Kommunikation im Hause Grammersdorf aus. Den ganzen lieben langen Tag dreht sich alles nur noch um die Kids und man rennt komplett fremdgesteuert von A nach B, um dann wieder von B nach C zu laufen und überhaupt: eigentlich ist man den ganzen Tag in Action. Wickelt, füttert, kuschelt und vor allem: knipst fleißig jeden noch so banalen Schnappschuss. Das Handy besteht quasi nur noch aus Babyfotos & Videos, die natürlich fleißig an Familie & Freunde geschickt werden – die volle Ladung Baby-Spam versteht sich.

Und warum? Ganz klar: weil wir natürlich – wie in etwa jedes frisch gebackene Elternpaar – wahnsinnig stolz auf unsere süßen Boys sind und sie am liebsten der ganzen Welt präsentieren würden. Aber da liegt ein nicht zu unterschätzender Knackpunkt, wie ich finde. Denn wahrscheinlich hast du bereits festgestellt, dass man von den Doppelherzchen höchstens mal Füßchen, Hinterköpfe oder halb verdeckte Gesichter zu sehen bekommt…!?! Nein, das liegt DEFINITIV nicht daran, dass meine Kinder nicht vorzeigbar sind (im Gegenteil: sie sind die hübschesten kleinen Wesen auf der ganzen Welt – sorry: diese Ausschweifungen werden auch “Muttergefühle” genannt). Wir möchten allerdings schlicht und ergreifend keine Babyfotos durchs World Wide Web jagen,weil wir A. unsere Jungs noch nicht um Erlaubnis fragen können und B. weil wir Angst haben, dass die Bilder in falsche Hände geraten!

Schnick schnack schnuck – wir bleiben gesichtslos!

Was kann passieren, wenn Babyfotos durchs Internet kursieren?

Zugegeben, ich bin nicht gerade der anonyme Typ 😉 Du konntest hier auf meinem Blog bereits die gesamte Schwangerschaft miterleben, hast einiges über die Geburt gelesen und wirst noch viel über die Zwillinge erfahren. Und auch Bilder von mir tauchen zahlreich in meinen Social Media Kanälen auf. Aber ich bin eben auch erwachsen (naja, zumindest auf dem Papier) und habe mich aus freien Stücken dazu entschlossen, diesen Blog zu eröffnen und die wohl schönste Zeit meines Lebens mit dir als Leser zu teilen. Die kleinen Würmer kann ich allerdings nicht fragen, ob sie es okay finden, wenn ich ihr Kacka-Gesicht, die Schielaugen (natürlich nur bei starker Anstrengung) oder das Hechel-Gesicht der Weltbevölkerung zur Verfügung stelle – denn so ist es ja nunmal: was einmal im Netz ist, lässt sich nicht so schnell wieder löschen – bzw. verhindern, dass es viral verbreitet wird.

Und “ja”, ich gebe zu: die Verlockung ist groß, seine so heiß geliebten, zuckersüßen Kinder zur Show zu stellen. Aber wer weiß schon, was in 10-20 Jahren ist!?! Vielleicht finden unsere Boys es sehr unangenehm auf Babyfotos im Netz zu stoßen. Ich hab ja keine Ahnung, was sie für Interessen entwickeln oder welche Rolle Cybermobbing in 10 Jahren spielt… Fest steht: ich will meine Kinder garantiert nicht zur Selbstdarstellung nutzen oder gar als Klickbringer mißbrauchen. Dieser Blog dient lediglich dazu meine Eindrücke, Alltagsgeschichten und Tipps für andere Zwillingsmütter festzuhalten & zu teilen – naja, zugegeben: und natürlich auch, damit ich an mancher Stelle ein bisschen übertreiben und für einen Schmunzler sorgen kann 😉 Und auch wenn die Zwillinge natürlich eine wesentliche Rolle in meinem Alltag spielen, werde ich dennoch versuchen keine zu persönlichen Details zu verbreiten. Denn auch wenn die beiden noch unglaublich klein sind, so haben sie bereits ein Recht auf Privatsphäre, wie ich finde. Schließlich sind es kleine Menschen mit eigenem Charakter, Stärken und Schwächen – auch wenn das für mich noch manchmal sehr unreal wirkt und es wohl noch etwas dauert bis der Fakt, dass ich nun zwei Söhne habe komplett in meinem Hirn verankert ist (als die Krankenversicherungskarten kamen und ich die Namen schwarz auf weiss in der Hand hielt, war ich tatsächlich etwas verwirrt ;)).

Baby Detailaufnahmen statt frecher Grinsebacken

Doch wie du bereits erkannt hast: ich verzichte trotzdem nicht komplett auf Fotos meiner beiden Doppelherzchen. Schließlich kann man die Besonderheiten der kleinen Wesen und viele magische Momente auch teilen, ohne den ganzen Menschen zeigen zu müssen. Das Stichwort lautet: “Detailaufnahmen”. Ich liebe zum Beispiel die kleinen Mini-Füße & Händchen der beiden Boys und kann mich gar nicht daran satt sehen. Auch der lustige Wirbel am Hinterkopf des Zappelzwillings ist wahnsinnig sweet – genauso wie die unglaublich niedlichen Öhrchen von unserem Chiller. Von Knutschlippen bis hin zu dem zarten Flaum am Nacken der beiden Jungs gibt es so viel zu entdecken und festzuhalten… Oft erwische ich mich dann auch dabei, die einzelnen Details zu vergleichen und nach Mama und Papa zu ordnen. “Sind das nun meine Ohren, oder hat er die von Michi?”… “Eindeutig meine Nase – ohje, der arme Kleine!”

Fakt ist: ich habe überhaupt nichts gegen Kinderfoto im Netz. Im Gegenteil: ich schaue sie mir auch gerne an und lasse mich von den Aufnahmen inspirieren. Aber für mich selbst kommt es eben nicht in Frage die beiden so zu inszenieren und das Risiko einzugehen, dass nicht nur liebe Mamis und super nette Leser wie du die Bilder in die Finger bekommen – zumal meine Social Kanäle und dieser Blog natürlich öffentlich sind. Ich finde, jeder sollte das aus dem Bauch heraus entscheiden und abwägen, wie viele Menschen am Ende tatsächlich auf die Fotos zugreifen können.

Hoffentlich bist du trotz dieses ehrlichen Statement nach wie vor an meinen Stories interessiert und kannst nachvollziehen, warum ich hier nicht wild mit Babybildern um mich werfe!?! Nur soviel: ich werde weiterhin kreativ bleiben und viele witzige Eindrücke und Momente fotografieren – auch wenn sie weiterhin gesichtslos bleiben.

Ich hoffe, du hast Verständnis dafür und besuchst diesen Blog weiterhin ab und zu. Alles Liebe

Janna mit Lasse & Levi [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”] [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”]

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