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Nun sind unsere Jungs schon ganze 5 Wochen alt und wir haben uns richtig gut aneinander gewöhnt. Die fiesen Blähungen sind überstanden, ein gemeinsamer Rhythmus ist gefunden, es wird viel gelacht, gepupst und Quatsch gemacht und eigentlich könnte alles nicht besser sein. Und doch, war die Stimmung zwischendurch auf dem Gefrierpunkt – und nicht nur die, auch die Temperaturen im Haus waren recht weit unten… Grund dafür: alte Rohre, die lecken und Chaos in den Zwillingsalltag bringen.

Klar, wir sind nicht in einen Neubau gezogen. Unser neues Heim ist 33 Jahre alt und uns war von vornherein klar, dass wir noch einiges erneuern werden, um es uns noch schöner zu machen. Irgendwann halt, wenn Zeit und Geld da ist (also eigentlich nie ;-)). Und dann ging es doch viel schneller als geplant: kurz nach dem Einzug viel der Kühlschrank aus – darum ab ins Elektrogeschäft und einen neuen gekauft. Doch wenig später kam es noch schlimmer… diesmal war es die Heizung die Feierabend machte. Also eine richtig große Neuanschaffung, für die wir ordentlich bluten mussten. Aber was sein muss, muss sein. Einmal tief ins Portemonnaie gefasst, um für die nächsten 20 Jahre Ruhe zu haben. Denkste…

Baustelle im Haus – nicht gerade angenehm mit Zwillingen

Wir waren mit den Zwillingen gerade 2 Wochen zuhause, als es plötzlich im Keller rumpelte und polterte. Wir dachten, es sei die Heizung, weil die schon ein paar Tage zuvor herumgezickt hatte, aber siehe da: es war die Waschmaschine, die sich anhörte, als hätte jemand einen Backstein hineingeworfen. Kaputt. Und das nach nur 3 Jahren (eine Anschaffung direkt nach dem Honeymoon, als wir auf unsere Reisewäsche saßen, weil die alte Maschine nicht mehr anspringen wollte). Gott sei Dank noch mit Garantie… aber mal ehrlich: das heitert die Stimmung auch nicht auf, wenn man zwei kleine Pupser zuhause hat, die laufend ihre Sachen vollkotzen oder einpinkeln. Ein Zwillingsalltag ohne Waschmaschine – Albtraum. Doch wir mussten tatsächlich 1,5 Wochen auf den Reperaturservice warten, was meine Nerven ordentlich strapazierte. Und die sollten kurze Zeit später noch richtig schwach werden, als wir einen riesigen nassen Fleck im Schlafzimmer und im Flur entdeckten… “Juchuuuuhhh, nun auch noch ein Heizungsrohr-Leck – genau das, was man mit 4 Wochen alten Zwillingen gut gebrauchen kann”!

Baustelle im Schlafzimmer

Also was tun, wenn man in der ersten Etage keine Heizung mehr hat? Ganz klar: die Kinder nachts noch wärmer einpacken, bei jedem Windelschiss schon im Vorfeld den Heizstrahler auf volle Pulle drehen und beten, dass der Heizungsmonteur schnell eine Lösung parat hat, um ohne riesige Sauerei für ein warmes Zuhause zu sorgen. Und der kam dann auch und konnte helfen – allerdings erst eine halbe Woche später… und eine kleine Baustelle im Schlafzimmer, ließ sich auch nicht verhindern. Puh… ich kann nur sagen: es gibt einfach Tage, die man direkt aus dem Kalender streichen will… unsere kleine Eiszeit gehört definitiv dazu.

Ende gut, alles gut – wie wir das beste aus allem gemacht haben

Eigentlich hatten wir Glück im Unglück, denn das Leck konnte behoben werden und das Wasser, das in die Wand gelaufen war trocknete schnell… aber die Nerven lagen einfach blank. Denn als Mama macht man sich eben immer Sorgen… “ist es nicht doch zu kalt für die kleinen Stinker? Was tun, wenn die Wand schimmelt? Sollte ich nicht doch die Babys ins Auto setzen und dem Chaos entfliehen?” Es rattern tausend Gedanken durch den Kopf, der durch das Stillen und den Schlafmangel eh schon matschig ist.

Also haben wir einfach das Beste aus der Situation gemacht und sind zu Oma und Opa in die Heimat geflüchtet. Dem ganzen Stress entkommen und sich zuhause verwöhnen lassen – Futtern bei Muttern quasi 😉 Und tatsächlich wird uns hier ein Verwöhnprogramm erster Klasse geboten. Jeden Mittag steht leckeres Essen auf dem Tisch, die Großeltern schieben 2 Stunden lang mit dem Doppelkinderwagen durch die Nachbarschaft, damit Muttern sich mal wieder beim Friseur die Haare schön machen kann und generell, sind alle so heiß auf die Boys, dass man sich quasi nur noch nachts und zu den Raubtierfütterungen kümmern müsste – aber hey, das sind natürlich MEINE Jungs und dementsprechend braucht auch Mama ganz viel Kuschelzeit. Denn die genießen wir natürlich in vollen Zügen. Bei Schietwetter mal zurückziehen, kuscheln und Schlaf nachholen und bei schönem Wetter einen Ausflug machen – wie zum Beispiel ins nachbarschaftliche Ausland nach Holland auf den Markt, wo wir heute günstige & super süße Stoffe zum Nähen ergattert haben (hahahaha, mal sehen, wann ich dazu kommen werde ;-)) und leckeren Käse naschen durften.

Manchmal muss man eben einfach über das Pech, das man hat lachen und es hinter sich lassen. In diesem Sinne wünsche ich “ein schönes und stressfreies Wochenende” und sage “bis bald ihr nächsten Katastrophen.

Janna mit Lasse & Levi [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”] [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”]

 

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