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Ich liebe meine Boys wahnsinnig und kann mir ein Leben ohne sie nicht mehr vorstellen – obwohl ich gestehe, dass ich an einigen Tagen an den Rand der Verzweiflung getrieben wurde. Warum? Ganz einfach, weil unser Goldschatz Levi, der ja eigentlich schon immer der Chiller von beiden ist, plötzlich gar nicht mehr so gelassen war. Der Grund: Blähungen und zwar vom Feinsten. Von jetzt auf gleich, wurde aus dem Chiller ein Schreihals, der noch zappeliger war als unser Zappelzwilling Lasse. Es bricht einem einfach das Herz, wenn sich so ein kleiner Wurm zusammenkrampft und schreit und schreit, ohne, dass man ihn beruhigen kann. Unser Glück war, dass die beiden sich stets gut abzusprechen scheinen. Denn auch wenn Lasse die gleiche Beikost bekam und noch fleißiger an Mamas Busen nuckelte als Levi, konnten wir bei ihm noch nicht einmal einen Hauch von Blähungen spüren (im Gegenteil, er pupst und rülpst wie ein Weltmeister) und war dementsprechend immer gut zufrieden – auch wenn sein Bruder schreiend neben ihm lag.

Doch was tun, wenn einer der Zwillinge so sehr unter Bauchschmerzen leidet? Man fragt natürlich erstmal andere Mütter um Rat.  Und siehe da – jeder hat andere Empfehlungen und Tipps auf Lager: von Kümmelzäpfchen, Massagen und Kirschkernkissen über Pups-Globoli & Pups Röhrchen bis hin zu dem Tipp die Zusatzkost mit Fencheltee anzurühren und beim Stillen jede Menge davon zu trinken. Somit massierte ich Levi immer fleissig mit Windsalbe das Bäuchlein, gab ihm abends ein halbes Kümmelzäpchen und spritzte ihm zu jeder Raubtierfütterung 2x Lefax in den Mund (das Gesicht, das er danach zog war trotz des nicht so erfreulichen Hintergrunds einfach zum totlachen). Ich selber trank literweise Tee und verzichtete auf jegliche blähende Lebensmittel. Und das Resultat war: NICHTS ÄNDERTE SICH. Außer unsere Augenränder. Die wurden immer dunkler und tiefer und die Nerven immer gereizter.

3 Monats Koliken oder doch einfach nur Bauchschmerzen?

Sobald ein Baby Blähungen hat, sagen alle: das ist ganz normal! Das sind 3-Monats-Koliken. Da müsst ihr nun durch – keine Sorge, nach 12 Wochen ist alles vorbei. Eine sehr, sehr unbefriedigende Aussage, wenn ihr mich fragt. Denn schließlich will man als Mama sofort ein Gegenmittel haben und seinem Kind möglichst schnell helfen. Zumal ich als Zwillingsmama ja den direkten Vergleich habe… Obwohl ich beide ganz genau gleich füttere, hat einer Bauchweh und der andere nicht. Daran merkt man wieder mal: jedes Kind ist unterschiedlich.

Stillen und Flasche geben gleichzeitig

Stillen und Flasche geben funktioniert auch gleichzeitig

Generell ist es bei uns so, dass ich immer ein Kind stille und das andere bekommt die Flasche. So muss ich nicht den ganzen Tag Milchkuh spielen und bekomme beide Kinder satt – denn beide gleichzeitig stillen klappt einfach nicht und nach und nach ist einfach zu anstrengend, dann bleibt so gar keine Zeit mehr für etwas anderes. Zumal Levi definitiv ein Flaschenkind ist und an der Brust wesentlich länger braucht (er schläft stets nach 3 Zügen ein). Lasse hingegen steht mehr auf Busen (er ist eben ein echter Mann ;-)) und nuckelt dafür an der Flasche ewig herum. Und was eindeutig ist: Levi hat den sensibleren Magen von beiden. Doch trotz 3 Tagen, in denen er an extremen Blähungen litt, wollte ich mich nicht damit abfinden, dass dies nun für 3 Monate der Fall sein sollte. Und Gott sei Dank, haben wir den Fehler gefunden und können nun wieder schlafen und uns an einem zufriedenen Chiller-Zwilling erfreuen.

Unser Geheimrezept: Nahrungsumstellung! 

Nach einiger Überlegung viel uns auf: Levis Blähungen begannen, nachdem wir von einer Pre-Nahrung zur anderen wechselten. Wir hatten uns schon vor der Geburt der Jungs lange damit beschäftigt, welche Nahrung die beste sein soll und dabei nicht unbedingt ein Vermögen kostet. Laut Stiftung Warentest macht man mit der Anfangsmilch von Bebivita alles richtig. Sie ist nicht nur günstig (bei zwei Kindern, muss man ja schon auf den Preis achten), sondern nimmt es auch locker mit den teuren Marken-Produkten auf bzw. stellt sie in den Schatten. Allerdings erfuhren wir von meiner Schwiegermutter, die einen TV-Bericht über Babynahrung gesehen hatte, dass in den meisten Produkten Palmöl enthalten ist, was krebsfördernd sein soll. Somit suchten wir nach einer Nahrung die komplett auf Palmöl verzichtet und siehe da: es gibt kaum eine, bis auf Milasan Pre-Nahrung. Somit stand fest: Milasan muss es sein.

Baby Pre-Nahrung. Gut und schlecht.

Milasan ohne Palmöl oder doch wieder auf Bebivita wechseln?

Palmöl hin oder her – nachdem ich ewig rätselte woran es liegen kann, dass mein kleiner Levi so leiden muss, während sein Bruder fröhlich vor sich hin furzte ohne irgendwelche Schmerzen zu verspüren, war mir klar: es kann nur an der Flaschennahrung liegen. Und auch wenn uns die Palmöl Geschichte sehr abgeschreckt hat, wollte ich es wissen und habe Levi wieder auf die alte Kost umgestellt (wenn selbst die führenden Babynahrungshersteller dieses Öl verwenden kann es ja nicht sooooo schlimm sein) Und Wunder oh Wunder: schon nach einem halben Tag ging es dem kleinen Pupser wieder tausendmal besser. Er konnte endlich ordentlich in die Buchse knattern und es kam wieder regelmäßig Land mit. Wir haben wieder zwei zufriedene Zwillinge. Kein Gebrüll mehr (außer der Hunger ist mal zu groß), keine Verstopfungen und vor allem, kein kleines leidendes Wesen, dass man einfach nicht helfen kann. Du kannst dir nicht vorstellen wie erleichtert wir sind. Ich für meinen Teil kann nur sagen: Danke Bebivita Milch.

Levi trinkt Pre-Nahrung aus der Flasche.

Levi schmeckt’s und Bauchweh sind passé

Worauf wir zudem akribisch achten: das Bäuerchen! Denn während Lasse rülpst wie ein Bauer (ich darf das sagen, ich komme aus dem Emsland ;-)) klangen die Mini-Aufstoßer seines Bruders nach Pussi-Varianten. Nun wird so lange auf den Rücken geklopft und gerührt, bis endlich mal was Lauteres aus dem kleinen Kerlchen erklingt. Das ist so unendlich wichtig, damit die Luft nicht unten im Bäuchlein landet. Und auch wenn einem (gerade nachts) so eine Wartezeit aufs Bäuerchen ewig vorkommen kann, üben wir uns in Geduld und geben nicht eher nach.

Mein Fazit: nicht zu schnell aufgeben und sich mit der Diagnose “3-Monats-Koliken” abfrühstücken lassen. Und wenn es doch keinen Zweifel gibt: immer versuchen, die Ruhe zu bewahren und dem Baby so viel Zuwendung und Kuscheleinheiten wie möglich schenken.

In diesem Sinne, auf weiter pupsreiche Zeiten ohne Bauchschmerzen.

Janna mit Lasse & Levi [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”] [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”]

 

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