Teile diesen Artikel gerne:

Mein Name ist Birte und ich bin die kleine Schwester der zukünftigen Doppelmama. Ich freue mich schon riesig bald Doppel-Tante zu werden und mache mir natürlich schon jetzt Gedanken wie ich meiner Schwester, trotz der Entfernung von gut 140km, unter die Arme greifen kann. Ehrlich gesagt, Erfahrung mit Zwillingen habe ich zwar noch keine, aber was ich weiß ist, dass die kleinen Scheißer immer gut eingepackt werden müssen. Hierfür sind Babybodys nicht nur praktisch, sondern dienen auch als super Geschenk. Man findet die kleinen Strampler heute in allen Farben, Formen und Größen. Doch entweder ist das Design einfach nur langweilig oder sie sind übertrieben teuer – und wenn man denkt das ist jetzt der richtige, lässt die Qualität oft zu wünschen übrig. Daher ran an die Nähmaschine und den perfekten Body selber kreieren. Schließlich ist es doch am schönsten, wenn ein Geschenk selbst gemacht ist und von Herzen kommt, oder? Die Herstellung macht nicht nur Spaß, sie ist auch einfach umzusetzen – und man kann jeden Body ganz individuell gestalten!

Ein wunderbares und vor allem kostenloses Schnittmuster gibt es von Schnabelina in den unterschiedlichsten Variationen. Für die zukünftigen Hamburger-Jungs habe ich eine maritime Stoffvariante gewählt und mich für den amerikanischen Ausschnitt entschieden.

Ihr braucht folgendes Material:

  • 40-60 cm Jersey
  • 15-20 cm Bündchenware
  • 3 Jerseydruckknöpfe
  • eine gute Stoffschere
  • Klammern oder Nadeln zum Stecken
  • ein Lineal
  • ein Stift
  • eine Nähmaschine
  • (+ kein Muss: eine Overlockmaschine; erleichtert es aber meiner Meinung nach sehr)

Nähmaterial für einen Babystrampler

Nachdem das Schnittmuster ausgedruckt wurde, die Teile ausgeschnitten sind und man sich endlich für den passenden Stoff entschieden hat, kann es endlich losgehen.

1. Als erstes muss der Stoff mithilfe der Schnittmuster passend zugeschnitten werden. Wichtig ist dabei auf den Fadenverlauf zu achten. (Für alle Anfänger, hier wird es noch mal prima erklärt) Bei diesem Schnittmuster muss zusätzlich noch die Nahtzugabe hinzugefügt werden. Am Hals- und am Beinausschnitt wird keine NZ benötigt, doch an den Seiten muss die NZ beachtet werden. Ich empfehle hier 1cm. Des Weiteren muss noch ein Streifen Bündchenware zugeschnibbelt werden: 5 cm (inkl. Nahtzugabe) breit und ca.140-180cm lang. Zudem sollten die Knipse auf dem Stoff übertragen werden, um das richtige annähen der Ärmel etc. zu erleichtern. Hier reicht ein kleiner Einschnitt von 2mm. Wo? Das ist auf dem SM deutlich zu sehen 😉 Alles fertig zugeschnitten ist schon ein großer Teil geschaff

2. Und endlich geht es an die Nähmaschine. Ich bin seit einem Jahr endlich eine stolze Overlock-Maschinen-Besitzerin. Besonders bei Kleidung finde ich sie sehr hilfreich, da sie 4-fädig näht, versäubert und die Nahtzugabe mit dem Messer in einem Zug auch entfernt. Das Ergebnis ist immer sauber und vor allem: es geht ratz fatz J Aber auch mit einer normalen Maschine ist es ohne weitere Probleme machbar. Hier sollte drauf geachtet werden, dass ein dehnbarer Stich ausgewählt wird, wie z. Bsp. einen Zick-Zack-Stich oder einen Dreifach-Geradstich

3. Nun wird nächsten Schritt der Bündchenstreifen an das Vorder- und Hinterteil angenäht. Eigentlich macht man das immer erst am Ende, aber da die Bodys sehr klein sind, ist es einfacher dies vorab zu erledigen J Dazu falte ich den Bündchenstreifen einmal – mit der rechten (der schönen) Stoffseite nach außen – und nähe ihn, leicht gedehnt, an den Hals- und Beinausschnitt. Als Regelt gilt hier: die Innenrundungen immer etwas mehr dehnen als die Außenrundungen. Ist das geschafft, wird der Rest des Streifens einfach abgeschnitten. Ebenso werden auch den kleinen Ärmelenden ein Streifen angenäht.

Das Ergebnis sieht dann so aus:

Maritimer Babystrampler

4. Nun steppe ich von der rechten Seite mit der normalen Nähmaschine (Zierstich o. Zick-Zack) das ganze noch mal ab, um die Nahtzugabe zu befestigen – denn dann kann von innen später auch nichts scheuern

5. Im nächsten Schritt werden das Vorderteil und das Hinterteil miteinander verbunden. Für den amerikanischen Ausschnitt lege ich den hinteren Halsausschnitt über den vorderen. Hierbei liegt die rechte Seite oben und die Knipse (die ich am Anfang gemacht habe) treffen aufeinander. Fast wie beim puzzeln 😉 Dann befestige ich die Seiten mit einer kurzen Naht. Keine Angst die sieht man später nicht, da sie in der Nahtzugabe verschwindet.

Babystrampler nähen

6. Als nächstes sind die Ärmel dran – Dafür klappe ich Vorder- und Hinterteil auseinander und lege alles vor mir hin. Jetzt wird der Ärmel, rechts auf rechts (schöne Seite trifft schöne Seite) an die Schulter angenäht. Hier liegen auch wieder die Knipse übereinander und helfen beim richtigen annähen.

7. Sind die Ärmel dran ist es auch fast schon geschafft: Der Body wird nun noch schnell auf links gedreht, sodass die rechten (schönen) Seiten aufeinander liegen. Jetzt können die Seitennähte geschlossen werden. Wichtig!!! Damit sich nichts verschiebt sollte entweder kurz mit der Nähmaschine der Anfang und das Ende angenährt werden oder wie ich es mache: alles gut mit Nadeln oder Klammern fixieren! FERTIG!

8. Im letzten Schritt noch Druckknöpfe im Schritt anbringen und der neue Strampler kann verschenkt werden 🙂

Jetzt warten wir nur noch darauf, dass die zwei Matrosen das Licht der Welt erblicken!

Selbstgenähter maritimer Babystrampler

AHOI aus Delmenhorst und viel Spaß bei deinem nächsten Nähprojekt wünscht Dir

Birte

Teile diesen Artikel gerne: