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Krank? Ich? Fast nie… zumindest vor meiner Schwangerschaft! Da hat es mich höchstens 1x im Jahr so richtig erwischt – wenn überhaupt. Denn logischerweise zähle ich kleine Schnuppis nicht mit. Die hab ich ja sowieso immer dann bekommen, wenn ich gerade mal Urlaub hatte. Wann auch sonst? Im Urlaub hat man schließlich Zeit so eine blöde Rotznase richtig auszukurieren und sämtliche Ferienaktivitäten wieder über Bord zu werfen: mein Körper ist einfach zu gnädig und verhält sich schlichtweg arbeitgeberfreundlich…

Prinzessin Immunsystem braucht Aufmerksamkeit

Doch nun ist das alles etwas anders. Denn seit die Twins in mir wachsen drehen nicht nur die Hormone durch, auch das Immunsystem ist plötzlich sehr sensibel und pflegebedürftig geworden. Was tatsächlich nicht besonders gut zusammen passt: denn zum einen ist man wesentlich anfälliger für Viren und wird somit schneller krank, zum anderen braucht jeder Husten, Schnupfen und Co. wesentlich länger um auskuriert zu werden – man will ja schließlich nicht riskieren mit Medikamenten seine Kinder zu gefährden. Das Gute ist allerdings: die Natur ist ein Fuchs! Denn sobald sich die Viren erst mal eingeschlichen haben und mit laufender Nase, schmerzendem Hals oder Fieber nerven, aktiviert der Körper sämtliche Schmutzmechanismen, damit die Babys (oder das Baby) nichts davon abbekommen. Mama macht das schon. Die darf sich ab sofort also eine Woche lang in die Heia legen.

Fast so schlimm wie eine echte Maennergrippe

Wichtig für jede ernstere Krankheit in der Schwangerschaft ist der Grundsatz: auf zum Doc! Und damit meine ich natürlich alles, was über eine kleine Schnöfnase oder ein belegte Zunge hinaus geht. Denn obwohl auch der Arzt oft nicht viel machen kann (die beste Medizin ist eben Ruhe und ein warmes Bettchen) ist es wichtig, dass die Erkrankung medizinisch überwacht wird, damit die Keime nicht den Kindern schaden. Für mich Neuland, denn ich habe mich früher tatsächlich immer erst dann zum Arzt geschleppt, wenn nichts mehr ging, oder ich von meinem Mann hingeprügelt wurde. Allerdings ist so eine Grippe in der Schwangerschaft auch viiiiiieeeeel ätzender als im normalen Zustand. Es grenzt quasi fast schon an Männergrippe, weil man einfach wahnsinnig leidet und noch weniger dagegen unternehmen kann. Zudem sind die Nasenschleimhäute durch die Hormonumstellung eh schon angeschwollen (Schwangerschaftsrhinitis genannt), da kann man einen Schnupfen echt nicht gebrauchen.

Meine Wundermittel gegen Schnupfen

Trinken, trinken, trinken – und zwar mit Vorliebe selbstgemachtes Detoxwasser. Das schmeckt nicht nur besser als stinknormales Kraneburger, sondern hat zusätzlich einen positiven Effekt auf das Immunsystem. Meine Favoriten:

1. Apfel-Zimt-Wasser (Kalt oder Warm) BirnenZimtDetoxwasser

Einfach einen Apfel kleinschneiden, eine Stange Zimt mit ins Wasser werfen und 10 Minuten warten, bis das Wasser den Geschmack annimmt. Klingt zwar sehr weihnachtlich, hilft aber tatsächlich. Denn was die wenigsten wissen: Zimt ist ein sehr vielfältiges Heilmittel und wirkt wahre Wunder im Kampf gegen Husten, Heiserkeit und fiese Blähungen (die in der Schwangerschaft ja leider auf der Tagesordnung stehen).

2. Ananas-Ingwer-WasserAnanasLimetten Detoxwasser

Die beiden Zutaten sind nicht nur ideal, um den Stoffwechsel in Schwung zu bringen und somit bei Magenschmerzen zu helfen, sie sind auch als natürliche Schmerzmittel bekannt. Gerade eine Mandelentzündung wird durch die Ananas in Kombination mit Ingwer gelindert und die Bakterien quasi einfach aus dem Körper gespült.

3. Gurken–Basilikum-Wasser Gurke-Basilikum Detoxwasser

Gerade bei einem Sommerschnöf ist diese Variante wahnsinnig erfrischend, tut dem geschwollenen Rachen gut und gibt dem angeknacksten Immunsystem einen ordentlichen Kick.

Und klar, Tee ist auch immer ne feine Sache bei so einem grippalen Effekt. Zumal man ja eh nichts machen kann als abwarten und dieses gute alte Heilmittel zu trinken. Wenn allerdings gar nichts mehr geht und ich vor Kopfschmerzen nicht mehr geradeaus gucken kann, schmeiße ich auch mal eine Paracetamol ein. Das ist völlig okay, solange man es nicht übertreibt. Ein super Tipp ist übrigens die App Embryotox. Hier kann man jederzeit nachschauen, ob ein Medikament für die Nutzung in der Schwangerschaft geeignet ist oder nicht, um seine Unsicherheit über Bord zu werfen.

Die dritte und letzte Waffe gegen Rotznase und Halskratzen ist definitiv die Nasendusche. Ich habe mich tatsächlich sehr, sehr lange dagegen gewährt, weil ich den Gedanken einfach nur ekelhaft und furchteinflößend fand. Doch nachdem das Inhalieren mit einfachem Wasserdampf und die Nutzung zahlreicher Meersalz-Nasensprays einfach nichts bringen wollte, trabte ich in die Apotheke und ließ mir von der netten Apothekerin die Vorteile einer Nasendusche darlegen. Was soll ich sagen: geil ist es nicht. Aber am Ende des Tages hilft es tatsächlich und gibt Hoffnung auf eine Nacht ohne lästiges Atmen durch den Mund – denn das finde ich noch unangenehmer als mir Salzwasser durch die Nasenlöcher zu pumpen. Aber mal ehrlich: so ein Schnuppi in der Schwangerschaft ist wirklich nicht schön. Also achte immer auf deine Ernährung, genug Flüssigkeit am Tag und vor allem genügend Vitamine, um das Immunsystem bei Laune zu halten.

Ich drück die Daumen und wünsche dir viel Gesundheit und Immunität vor fiesen Bakterien.

Deine Janna [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”] [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”]

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