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Machen wir uns nichts vor: direkt hinter der Frage “Sind meine Kinder auch wirklich gesund und ist alles in Ordnung?” kommt auch schon die Neugierde und man will endlich wissen “Was wird es denn nun?” Klar, es soll auch Ausnahmen geben (wie z.B. meinen lieben Cousin und seine Frau, die tatsächlich bis zur Geburt nicht wussten, was es wird – RESPEKT Thommi!!) aber ich gehöre ganz eindeutig zu den ungeduldigsten und neugierigsten Menschen auf diesem Planeten und muss es unbedingt wissen. Deshalb gehen wir unserem Doc auch regelmäßig auf den Keks und spekulieren bei jedem Ultraschall – auch wenn klar ist, dass man eigentlich noch nichts sehen kann.

Hauptsache gesund – das Geschlecht ist doch irrelevant

Natürlich ist das oberste Ziel topfitte Babies zur Welt zu bringen und ihnen gute Eltern zu sein. Aber mal ehrlich: eine gewisse Wunschvorstellung was das Geschlecht angeht schwebt doch schon im Kopf herum, sobald man zwei kleine Reiskörner in sich trägt!?! Ich hab natürlich nicht vor, das Kinderzimmer komplett in blau oder rosa zu streichen…. aber so ein klein bisschen Gendering ist doch vorprogrammiert oder etwa nicht? Das geht ja schon mit der Wahl des Namens los! Meiner Meinung nach, gibt es viel schönere Mädchennamen und klar war für mich auch immer, dass es eine Lotta wird, wenn ein Mädchen dabei ist! So ein kleines, freches Ding wie “Lotta aus der Krachmacherstraße” von Astrid Lindgren, die alles auf den Kopf stellt. Ob Michi will oder nicht, der Name “Lotta” ist Pflicht. Aber was wäre denn, wenn gar kein Mädel dabei ist? Fände ich das gut oder schlecht? Oder darf ich sowas gar nicht denken, weil das Motto lautet “Hauptsache gesund?”. Ganz ehrlich: ich glaube nicht daran, dass man so gar keinen Wunsch in sich trägt! Klar, ändern kann man eh nichts mehr daran, aber am Ende ist es schon was anderes, ob man zwei Mädels aufzieht oder zwei Jungen und dementsprechend wäre meine Traumvorstellung eins von beiden Geschlechtern aufwachsen zu sehen – da hat man gleich viel mehr Abwechslung! Perfekt wäre also ein gemischtes Doppel… oder vielleicht doch nicht? Am Ende kommt eh immer alles anders – also abwarten…

Vertraegt sich so ein gemischtes doppel eigentlich?

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Mädchen und Jungen in den ersten Jahren noch das gleiche Interesse an Puppen und Bällen haben. Erst später stehen die Mädels mehr auf  Barbies und Glitzer und Jungs fahren total auf Bagger und Schwerter ab. Aber liegt das wirklich am Interesse oder an dem, was wir ihnen vorgeben? Ich meine, schon beim ersten Blick auf die Neugeborenen Kleidung unterscheidet man zwischen rosa Prinzessinnen Outfits und himmelblauen Stramplern mit Auto oder Piraten Aufdruck. Muss ich mich wirklich daran halten und was würde passieren, wenn ich einem Jungen pinke Strampler anziehe? Bin ich dann eine Rabenmutter oder wird mein Kind schwul? Dieses ganze Gendering-Gedöns macht einen irgendwie verrückt und dennoch ist die Frage nach dem Geschlecht so entscheidend. Gerade Mädels sind in der Pupertät sehr anstrengend, haben öfter mit Essproblemen zu tun und entwickeln sich zu kleinen Zicken. Jungs hingegen können auch nicht gerade angenehm sein, wenn sie zu harten Kerlen mutieren und nur noch in Ghetto-Sprache kommunizieren – aber ich behaupte mal, da kann ich ganz gut gegen halten 😉 Hmmm… sind Jungs vielleicht doch leichter zu handhaben als Mädels?! Und was ist denn nun, wenn es ein gemischtes Doppel wäre… wir haben schließlich für den Anfang ein großes Zimmer geplant – würde das überhaupt funktionieren?! Liegen dann in der einen Ecke die Puppen und in der anderen ist die Ritterburg aufgebaut oder einigen wir uns einfach darauf, dass es nur Teddies und Playmobil gibt? Ihr seht, das Thema “Pimmelchen oder nicht” ist brisanter als man denkt!

Ein UltRASCHALL SCHAFFT KLARHEIT

Wir bekommen zwei Jungen! Two Bros bei den Grammersdorfs

Die 17. Woche ist herangerückt und wir starten noch einmal den Versuch den Kleinen zwischen die Beine zu luschern. Ist ja schon etwas intim, aber es wäre einfach zu freundlich von den beiden, wenn sie uns endlich Antworten auf unsere Fragen liefern würden: ganz einfach in Form eines kleinen Schniedels oder eben einer Mini-Mumu. Und siehe da: endlich klappt es… der Ultraschall lüftet das Geheimnis um die großer Gendering Frage, indem er nach wenigen Minuten den ersten Schniepi freilegt: ganz schön gut bestückt unser Kleiner!

Und auch wenn ich innerlich den Drang nach einer Lotta verspüre… der nächste Schniepi rückt ins Bild und somit ist recht schnell klar: BOYS IN DA HOUSE! Ich werde den Rest meines Lebens mit Männern verbringen! Keine Lotta, keine Prinzessinnen-Outfits, keine Glitzer-Spängchen… und wenn ich mir es so recht überlege: das ist schon gut so. Ich schätze ich bin wohl auch die bessere Jungs-Mami mit meiner frechen Schnauze und der Ronja-Räubertochter Einstellung. Prinzessin Lillifee muss ja auch nicht sein und wenn ihr mich fragt: wir leben in einem Land, in dem jeder öffentlich schwul, lesbisch oder transsexuell sein kann – wer weiß, ob ich meinen kleinen Baby-Boys nicht doch mal so aus Spaß in ein rosa Kleidchen stülpe und mit Nagellack ausstatte – ich wäre jedenfalls gespannt auf den Aufschrei, der durch die Nachbarschaft gehen würde und auf die Beschimpfungen, die fallen würden. Okay, vielleicht überlege ich mir die Nummer nochmal: schließlich gibt es auch super schicke Jungs-Klamotten mit Drachen statt Autos… Außerdem müssen meine Boys ja auch nicht automatisch Fußballer werden… ich probiere es am Anfang vielleicht mal mit Tennis…. Und überhaupt: was sie machen, was sie anziehen, womit sie spielen: Hauptsache gesund! 😉

Was sagst du zu dem Thema und wie ergeht dir der Alltag mit Jungs oder Mädels und den ganzen Gendering-Vorgaben? Ich freue mich über Meinungen und Tipps und wünsche einen tollen, sonnigen Tag – ich werde mich nun wieder den Umzugskisten widmen *schnief*

Deine Janna [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”] [bs_icon name=”glyphicon glyphicon-heart”]

 

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