Doppelherzchen

Der einfach, ehrliche Zwillingsblog.

Planen mit Kindern: warum immer alles anders kommt!

Es sollte ein richtig schönes Geburtstagswochenende für mich werden… und es endete – wie schon so häufig – in einem absoluten Disaster!

Der Plan vor einigen Wochen: meine Eltern wollten am Donnerstag zu uns kommen, die Kids am Freitag ins Auto stecken und mit ihnen in die Heimat fahren, damit Mama und Papa ausschlafen, in den Tag hineinleben und mein neues Lebensjahr feiern konnten (auch wenn das eher ein Grund zum trauern ist – aber das ist eine ganz andere Geschichte ;-)) Gesagt wie getan: meine Eltern reisten an, die Jungs freuten sich, meine Eltern freuten sich und wir freuten uns natürlich am meisten – jedenfalls so lange, bis mein Sohn sein Abendbrot durch das komplette Kinderschlafzimmer spuckte….

Warum ausgerechnet jetzt?

Ratlosigkeit in allen Gesichtern. „Hmmmm, hat er vielleicht was Falsches gegessen?“ hüstelte meine Mutter.“Naja, Fieber hat er ja Gott sei Dank nicht“ machte ich mir Mut. „Sowas kann ja schon mal vorkommen. Vielleicht lag es an den Mandarinen.“ kam es von meinem Dad. „Wir warten morgen mal ab. Wenn’s ihm gut geht, fahren wir los.“ Alles klar, ich packte also trotzdem den Rest der Kinderklamotten zusammen und legte die Vomex Zäpfchen ganz oben auf.

Kranke brauchen besonders viel Opa-Liebe

Mein Mutterherz war quasi in zwei Hälften gerissen: auf der einen Seite unendliche Freude auf ein erholsames Wochenende nur mit meinem Mann. Auf der anderen Seite die Sorge um den kleinen Wurm, dem es anscheinend sehr elend ging und bei dem Erbrechen echt selten vorkommt. Aber nun denn… der nächste Tag sollte es zeigen.

Merke: nie zu frueh freuen!

Das Aufstehen und Anziehen am Morgen verlief wie immer. Der kleine Lasse war super drauf, genoss die Aufmerksamkeit von Oma und Opa und nichts deutete darauf hin, dass es ihm schlecht ging. „Yes, also doch ein entspanntes Mama-Papa Wochenende!“ Mit einem Grinsen auf dem Gesicht fuhr ich zur Arbeit, nachdem ich meiner Mutter noch letzte Instruktionen in Sachen „Flaschen machen“ (ja, ich gebe zu: zum Einschlafen fließt hier immer noch PRE *schäm*) gegeben hatte… In der Bahn googelte ich schon mal nach Restaurant-Empfehlungen, dem Kinoprogramm und freute mich über die super geilen Wetterprognosen:Frühling im Februar, bestes Geburtstagsgeschenk ever.

Auf der Arbeit angekommen, erkundigte ich mich bei meiner Ma nach Lasses Wohlbefinden und sie erklärte, dass sie gerade dabei wären das Auto zu beladen, weil es allen super ginge. JUHUH, das wollte ich hören. Also stürzt ich mich in die Arbeit und freute mich schon auf einen schönen Abend danach – bis das Handy klingelte und meine Eltern verkündeten, dass sie mit vollgekotztem Auto nun doch wieder in unserer Einfahrt ständen.

BAM! AUS DER TRAUM

Geburtstags-Blumen gab’s trotzdem

In meinem Kopf herrschte großer Gedankensalat. Von: „Manno, das ist doch ein schlechter Scherz, oder? In den letzten 2 Monaten war nie einer krank und ausgerechnet jetzt…. Grrrrr… das hat er gerochen.“ Bis:  „Och Gott, mein armer kleiner Schatz. Scheiß auf Geburtstag, Hauptsache meinem Kleinen geht’s schnell wieder gut. Was hat er denn nur? Ich glaube, ich rufe mal den Kinderarzt an.“

Fakt war: in dem Zustand konnte der kleine Mann nicht auf Reisen gehen und somit blieben Oma und Opa am Wochenende. Was natürlich zu unseren Gunsten ausfiel, weil sie an meinem Geburtstag auf die top fitten Twins aufpassten, so dass wir den Frühlingstag ohne Kids an der Elbe genossen. Es war ein super schöner Tag, der leider unschön abgelöst wurde: denn in der Nacht ging auch bei mir das große Kotzen los und auch meine Eltern hatten sich angesteckt und waren die komplette Woche danach noch ausgeknocked.

Frühlingsgefühle an der Elbe

BABYKRANK STATT URLAUB

Den Sonntag nach meinem Geburtstag verbrachte ich komplett im Bett. Es ging wirklich gar nichts. Alles tat weh, mir war speiübel und trotz ständigen Nickerchen immer müde. Somit musste sich mein Mann um die wieder gesunden Kids kümmern, während ich dahin vegetierte. Super Voraussetzung für die zwei Urlaubstage, die ich mir eigentlich noch gönnen wollte. Dementsprechend schmiss ich ordentlich Medikamente ein, um ratzefatze wieder fit zu sein – denn das musste ich auch: schließlich fing am selbigen Abend auch mein anderer Sohn an, sich im Kinderzimmer zu entleeren und sein Abendbrot wieder zum Vorschein zu bringen.

Spaß mit Oma und Opa

Na geil, einer krank, alle krank. Urlaubstage komplett im Eimer. Mir ging es komischerweise schlagartig etwas besser. Ich weiß nicht woran das liegt, aber ein Mama-Körper scheint schnell zu gesunden, sobald es dem Nachwuchs nicht gut geht. Man muss halt funktionieren – auch wenn man kurz davor 8x gekotzt hat und man 39 Grad Fieber hatte… PLING Komfortzone gelöscht und raus aus dem Bett. Das Ende vom Lied: nachdem Levi zwei Tage mit Magen-Darm zuhause war, bekamen beide Jungs auch noch eine Binderhautentzündung und wurden die ganze Woche krank geschrieben. Statt Urlaub und kurze Woche also Lange Woche ohne freie Tage. So schnell kann’s gehen und wird wohl noch häufiger passieren.

Gut wenn es einen Plan b gibt

Happy End: das kinderfreie Wochenende einfach nachgeholt!

Merke: Planen ist mit Kids einfach extrem schwierig. Irgendwas kommt häufig dazwischen: Sei es Krankheit, eine komische Phase oder Null Bock Laune. Da ist es echt gut, sich nicht zu sehr zu versteifen und einen Plan B in der Tasche zu haben. Wir haben das Kinderfreie Wochenende beispielsweise einfach verschoben und so sitze ich just in diesem Augenblick ganz relaxed auf dem Sofa und schreibe diesen Text ohne Nebengeräusche, ohne Bananenflecken auf dem Shirt und ohne Augenringen von einer schlaflosen Nacht. Und ich weiss: meinen beiden Boys geht es super gut. Sie genießen die Zeit bei Oma und Opa, werden ordentlich verwöhnt und machen lauter tolle Sachen.

Wir hingegen hatten ein Wochenende ganz ohne Pläne. Einfach in den Tag leben, bummeln, sporteln, essen gehen und zur Krönung noch den Film „Green Book“ im Kino anschauen. Nun reicht es mir aber auch absolut mit dem kinderlosen Alltag und ich bin wahnsinnig froh, meine beiden Kleinen morgen nach der Arbeit wieder in die Arme zu schließen und knuddeln zu können. Ganz ohne Plan versteht sich, denn dann geht garantiert etwas schief.

Alles Liebe wünschen

Janna und ihre Doppelherzchen  

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