Doppelherzchen

Der einfach, ehrliche Zwillingsblog.

Welcome back Werbewelt – wenn eine Zwillingsmutti wieder arbeiten geht

Werbung weil Markenerkennung

Ich bin wieder zurück. 1,5 Wochen Agenturleben in den heiligen Hallen der Werbewelt liegen nun hinter mir und vieeeeeeele, vieeeeele vor mir. Und tatsächlich klappt alles ganz wunderbar – wenn man das nach so kurzer Zeit und Unterstützung von den besten Großeltern der Welt schon sagen darf.

Das trojanische Pferd hat mich wieder

Denn die waren letzte Woche komplett für uns da. Haben neben der Kids-Bespaßung im Garten gewühlt, die Bude gewienert und abends sogar noch lecker gekocht  (meine Mutter hat sich doch tatsächlich ein veganes Kochbuch gekauft, um uns pflanzlich zu verwöhnen). „Danke Mama & Papa, ihr seid die Besten!“ An so viel Luxus könnte ich mich echt gewöhnen, aber auch das wird leider nicht zum Dauerzustand werden.

erste Woche – erste Katastrophen

Krippe macht soooo muede

Jetzt in den ersten Wochen ist es allerdings absolut großartig, jemanden zuhause zu haben, der die Kids abholen kann. Denn zugegeben: ein paar Katastrophen sind bereits in der ersten Woche passiert… Dummerchen Janna ist beispielsweise in den falschen Bus gestiegen und ist, ganz vertieft in ihr Buch, in die komplett falsche Richtung gefahren (ein Glück, habe ich den Schinken nun durchgelesen – „Das Haus der Mädchen“ war einfach zuuuuu spannend für den kurzen Arbeitsweg).

Wären meine Eltern an dem Tag nicht zuhause gewesen, hätten die Jungs wohl mit Kullertränen in den Augen vor der Krippe gestanden und ich hätte den Titel „schlechteste Mama der Welt“ geerntet. Denn bis ich gemerkt habe, dass ich mich am A*** der Ella befand, mich wieder in den Bus Richtung Ausgangspunkt begeben hatte, um dann den RICHTIGEN zu nehmen, waren 40 Minuten vergangen und die 16Uhr Grenze übelst überschritten. Das passiert mir so schnell nicht nochmal. Zur Not nerve ich bei der kleinsten Unsicherheit den Busfahrer und versichere mich, dass ich richtig sitze…

DIE NEUE ALTE ARBEITSWELT

 

Beste Agentur-Frühstück

Wenn ich allerdings nicht gerade im falschen Bus sitze oder den ersten verpasse, weil das „Kinder-trösten“ in der Krippe zu lange gedauert hat, genieße ich meine neuen alten Aufgaben als UX Designerin in der Werbewelt. Es hat sich zwar wahnsinnig viel in den zwei Jahren Abstinenz getan, aber irgendwie fühlt es sich trotzdem so an, als wäre ich nur ein paar Wochen weg gewesen. Klar, mir begegnen viele neue Gesichter (aber durch die hohe Freelancer-Dichte, war auch das schon früher so), ich vermisse einige Kollegen, die gegangen sind und in ein neues Bürogebäude sind wir auch gezogen – aber sonst ist alles beim Alten.

Das großartige Agentur-Frühstück schmeckt noch besser als sonst – schließlich muss ich mit niemandem teilen 😉 Mein Arbeitsplatz ist echt geil und dank neuem Rechner und riesigem Pen Tablet bestens ausgestattet, die Kollegen (alte wie neue) sind super und die Projekte laufen NOCH laaaaaangsam an, so dass ich erstmal ankommen & mich in die neuen Programme und Kunden eingrooven kann.

„Danke Gleitzeit – du kommst wie gerufen!“

Und das Beste: es gibt nun eine offizielle Gleitzeit, durch die ich schon morgens um 8 auf de Matte stehen kann. Das kommt mir natürlich absolut entgegen, denn so kann ich an zwei Tagen der Woche schon früher starten und früh gehen, um die Zwillingsboys aus der Krippe abzuholen. An den beiden anderen Tagen übernimmt der Papa und einmal die Woche wird meine Tante die Jungs in Empfang nehmen und sie verwöhnen. Passt also alles, auch wenn es sicher mal stressig wird.

„bye bye elternzeit – es war schoen mit dir“

Ob ich die Elternzeit vermisse? Fragt mich das in 3 Monaten noch mal. Momentan feier ich es nämlich derbe unter Leuten zu sein, auf dem Weg zur Arbeit ein Buch zu lesen (ich werde dennoch wie ein Adler auf die Bus-Anzeige gucken, versprochen) und die Grips-Birne wieder auszuquetschen. Klar, der Spargat ist natürlich da und es wird auch mal hektisch werden, wenn man sich verquatscht oder im Meeting nicht auf die Uhr geschaut hat, aber auch das spielt sich ein.

Nach der Krippenzeit wird zuhause weiter getobt – da trifft es sich gut, wenn Familienhund Amy uns besucht.

Die Kollegen wissen, an welchen Tagen ich früh gehe und an welchen ich ne Stunde länger bleibe und zur Not kann man in meinem Job ja auch Homeoffice machen – auch wenn das natürlich nicht einreißen sollte. Ich bin jedenfalls davon überzeugt, dass man auch in der Werbebranche als Zwillingsmama einen guten Job machen kann. Denn in einem sind wir defintiv überlegen: im koordinieren und sich selbst organisieren. Wahrscheinlich werde ich in meinen 6 Stunden täglich genauso viel schaffen, wie in den 8 Stunden vor den Kindern. Ganz einfach, weil ich es gewohnt bin, immer zwei Dinge auf einmal zu machen und Arbeitsschritte so miteinander zu verbinden, dass man dadurch Zeit spart. Mamadenken eben – das kann auch im Arbeitsalltag nicht schaden, oder?
Alles Liebe und viel Power wünschen euch,

Janna und ihre Doppelherzchen  

 

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