Doppelherzchen

Der einfach, ehrliche Zwillingsblog.

Mama hat Pause – wie ich das Ende der Elternzeit genieße

20 Monate lang war ich rund um die Uhr für meine Jungs da – bis auf wenige Ausnahmen versteht sich. Und nun ist es tatsächlich soweit: Mama hat wieder jede Menge Zeit für sich selbst. Denn auch wenn der Zappelzwilling jeden Morgen beim Abschied weint und mir das Herz zerreißt, machen sich die beiden Jungs super toll in ihrer Krippen-Eingewöhnungszeit. Levi flitzt bereits ganz alleine in seine Gruppe, dreht sich noch einmal um, winkt und schenkt mir einen Luftkuss.

Und laut den Aussagen der Erzieherinnen sind auch bei Lasse nach 20 Sekunden die Tränchen getrocknet und er singt, spielt und lacht mit den anderen Kindern um die Wette. Das Loslassen ist zwar nach wie vor hart – vor allem, wenn viel geweint wird – aber ich weiss, dass sie in guten Händen sind und viel Spaß haben. Genau dieser Gedanke ist es, der einen mit vielen Plänen im Hinterkopf nachhause oder ins Auto treibt.

Herzschmerz bei der Krippen-Verabschiedung

MAMAZEIT – fuehlt sich an wie Urlaub

Ich bin sooo stolz auf meine großen Jungs

Gestern war ein Meilenstein-Tag: die Jungs haben zum ersten Mal ihren Mittagsschlaf in der Krippe gehalten, was für mich hieß: Kinderfreie Zeit bis um 14Uhr. WAHNSINN: 5,5 Stunden zur freien Verfügung. 3,5 Stunden fühlten sich ja schon lang an, aber seit gestern verbringen die Kids den halben Tag im Spieleparadies. Und ja, es klingt vielleicht hart aber: ich genieße es wahnsinnig. Ich liebe meine Kinder zwar über alles auf der Welt, aber mal wieder ein bisschen Kraft für den bevorstehenden Arbeitsalltag zu tanken tut definitiv gut. Klar, ein bisschen Hauhalt muss schon trotzem noch sein, aber ich habe nun noch eine Wochen Zeit für: Sport, Freunde, mein Nähstudio, zum Bummeln und das Wichtigste: FÜR MICH.

Gaaaaanz in Ruhe Frühstücken 🙂

Mal nicht 2 Sekunden gehetzt unter die Dusche springen, sondern ganz entspannt ein Bad nehmen. Danach ganz in Ruhe frühstücken OHNE zu teilen – der Belag bleibt tatsächlich auf dem Brötchen liegen. Ich kann spontan irgendwo einkaufen fahren oder ne Runde joggen gehen.

Und was ich am meisten genieße: nach der schönen Mamazeit, meine Jungs wieder in die Arme zu schließen. Gerade beim Zappelzwilling fällt die Wiedersehensfreue wahnsinnig groß aus und er strahlt bis über beide Ohren, wenn er auf mich zurennt. MAGISCH, wirklich. Doch auch der Chiller wird plötzlich ganz fix, wenn Mama in der Tür steht und statt Luftküsschen, bekomme ich dicke Schmatzer von ihm. Diese Momente gehen tatsächlich runter wie Öl und man kann sich schon am Vormittag darauf freuen.

Die Maenner haben sturmfrei

Ein peruanisches Mittagessen mitten in Berlin

Groß war die Freude auch am letzten Sonntag, als mich meine Männer nach einem Berlin-Tripp vom Bahnhof abgeholt haben. Der beste Papa der Welt hatte sich angeboten ein Wochenende auf die Jungs aufzupassen, um mir zwei tolle Tage bei Freunden zu ermöglichen – und da sagt man natürlich nicht „Nein“. Und was soll ich sagen: es war himmlisch in meine frühere Heimat auf Zeit zurückzukehren und mit meiner Kindergarten-Freundin in den Tag zu leben. Zugegebenermaßen: AUSschlafen kann ich gar nicht mehr. Mein innerer Wecker steht auf halb 7. Aber sich dann einfach noch mal umzudrehen, ein Paar Seiten im Buch zu lesen und ganz entspannt eine Dusche zu nehmen ist schon purer Luxus. Und genau das habe ich getan, um danach mit meiner Freundin durch den Kiez zu latschen, zu klönen und sich beim Peruaner ein Mittagessen zu gönnen.

Gönnung auf dem Weinfest am Rüdesheimer Platz

Sie ist zwar auch Mutter einer 3,5 Jahre alten Tochter, aber auch in ihrem Haushalt hat der Papa übernommen. Dementsprechend sind wir nach einer Runde Eis und Spielplatz mit der kleinen Maus auf einem Weinfest am Rüdesheimer Platz gelandet – zusammen mit zwei weiteren Freundinnen. Und man glaubt es kaum, aber: wir waren erst um halb 2 zuhause. Völlig crazy für Mamas wie mich, die an den meisten Tagen der Woche schon um halb 11 auf dem Sofa einschlafen.

KEIN GRUND ZUR SORGE – PAPA HAT ALLES IM GRIFF

Zugegeben: ich habe natürlich hin und wieder beim Papa nachgefragt, ob alles in Ordnung ist. Habe Fotos bekommen und Daumen-Hoch Nachrichten, so dass ich mir keine Sorgen machen musste. Und trotz dem ein oder anderen Sehnsuchts-Moment konnte ich die zwei Tage allein in Berlin absolut auskosten. Am Sonntag bin ich schon früher ‚gen Hauptbahnhof gefahren, um vor der Abfahrt noch einmal das schöne Wetter zu genießen und einige meiner Lieblingsplätze abzuklappern.

Klar, bisschen Sightseeing muss schließlich sein und somigt konnte ich natürlich nicht am Brandenburger Tor vorbei. Danach haben ich und mein Buch die Aussicht auf die Spree genoßen und ein bisschen vor uns hin gechillt. Danach habe ich mich noch auf ein kühles Getränk in einem der Liegestühle des Capital Beach gemütlich gemacht und dann war es auch schon fast soweit, sich in den Zug zu setzen und auf das Wiedersehen mit meinen Boys zu freuen.

9 Tage noch bis mich die Arbeitswelt wieder hat und die ich mir so schön wie möglich gestalten werde. Mit einer Freundin Brunchen gehen, mit einer anderen abends beim Inder denieren und ein Glas Wein genießen, zum Babyflohmarkt gehen, um meinen Jungs noch ein paar weitere Schmuckstücke für die Spielzeugsammlung zu kaufen und eben einfach alles ruhig angehen lassen. Ich freu mich drauf und bin schon gaaaaanz aufgeregt, was die Wochen danach so bringen. Wie habt ihr den Spagat zwischen Arbeiten und Kindern denn so gewuppt und gibt es irgendwelche Orga-Tipps, die alles besser machen? Wenn JA: ich bin gaaaaaanz Ohr und gespannt auf eure Erfahrungen.

Habt’s fein und genießt eure ganz persönliche Mamazeit. Alles Liebe,

Janna und ihre Doppelherzchen  

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