Doppelherzchen

Der einfach, ehrliche Zwillingsblog.

Zwillingsmama mit Zeitnot – mehr Stunden braucht der Tag

Mein Mini-Näh-Atelier muss mehr genutzt werden…

DIY Blumenvase aus Babybreigläschen

…Basteln für die Bude wäre auch mal wieder cool…

Ich müsste eigentlich mal wieder meinen Schrank ausmisten (und den der Jungs gleich mit),  im Garten Unkraut zupfen, den Bastelkrams auf dem Dachboden sortieren und überhaupt mal wieder Ordnung in das heimische Chaos bringen. Viel mehr Bock hätte ich allerdings darauf, die eingestaubte Staffelei aus dem Keller zu kramen und mich mit Ölfarbe auszutoben, mein kleines Näh-Atelier endlich mal wieder zu nutzen und sämtliche Stoffe in schöne Kinderklamotten, Sommerröcke oder Mitbringsel zu verwandeln. Mal wieder ein gutes Buch zu lesen, zu schreiben, zu kochen & backen und neue Rezepte auszuprobieren und, und, und… singen wäre auch prima. So wie früher in ’ner eigenen Band oder vielleicht einfach nur einmal die Woche unter Anleitung, um wieder reinzukommen.

… und Sport täte definitiv gut!

Und wenn wir schon beim Thema Musik sind: ein paar Klavierstunden und E-Piano-Sessions täten auch mal wieder gut. Achja, dabei fällt mir ein: Sport muss ich auch unbedingt wieder regelmäßig machen. Yoga im Keller oder bei schönem Wetter im Garten, Tennis im Verein und Muskelaufbau im Gym. Und damit man die gewonnene Bikini-Figur auch präsentieren kann, müssen unbedingt ein paar tolle Reisen her: San Francisco, Kapstadt und Ko Phi Phi stehen noch ganz weit oben auf meiner Traum-Liste, neben vielen weiteren Reisezielen versteht sich, träumen darf man ja schließlich, oder?…

Aufwachen bitte, liebe Zwillingsmutti

… denn warte, da war ja was: ich habe ja zufällig auch noch zwei Kinder, die mich bis auf 1,5 Stunden Mittagsschlaf von morgens bis abends auf Trab halten und meine komplette Energie aussaugen. Statt im Näh-Atelier zu werkeln oder am E-Piano zu üben, wird auf dem Spielplatz gerutscht, im Sandkasten gebuddelt oder im Mini-Pool geplanscht, zwischendurch mal eingekauft, Mittagessen gekocht, gesaugt und Wäsche gewaschen.

Aber immerhin lassen sich viele Basteleien und Sporteinheiten in den Zwillingsalltag einbauen: statt an der Staffelei, malen wir mit Fingerfarben oder Straßenkreide. Gesungen wird eh den ganzen Tag und wenn man ausgiebig mit zwei kleinen Rackern tobt und 13Kilo Körper in die Luft wirft, weiss man am Abend auch, was man getan hat – spätestens, wenn der schmerzende Bizeps einen daran erinnert. Und klar, wenn die Kleinen dann am Abend friedlich schlummern, kann man ja die restlichen Stunden mit Sachen „für sich“ füllen – das E-Piano kann man schließlich mit Kopfhörern verbinden und quasi stumm spielen, die Nähmaschine rattert auch nicht so laut, dass jemand geweckt würde und malen soll ja bekanntlich auch nicht für wahnsinnig viel Krach sorgen…

… und manchmal hat Mutti auch Pause.

Aber, oh Wunder, oh Wunder: Mutti träumt dann meist lieber weiter – und zwar gemütlich auf dem Sofa. Denn nach einem anstrengenden Zwillings-Bespaßungs-Tag fehlt mir oft einfach der Elan. Dann überlege ich hin und her, drucke schon mal Schnittmuster aus oder suche im Netz nach Mal-Inspiration oder coolen Piano-Noten, um dann am Ende zu sagen: „hach, ist schon so spät, das lohnt ja nicht. Mach ich dann morgen!“ 😉

zu wenig stunden hat der Tag

Kommt das jemandem bekannt vor, oder geht es nur mir so? Man träumt von so vielen Dingen und ist schon froh, wenn man nur einen Bruchteil davon neben dem Mutter-Dasein realisieren kann. In zwei Monaten werde ich wieder 30 Stunden die Woche arbeiten gehen, der Haushalt macht sich nicht von alleine, einkaufen muss auch jemand und die Kids werden völlig überdreht und müde sein, wenn sie aus der Krippe kommen. Ich schätze, da wird der Satz „Mach ich morgen“ wohl noch häufiger fallen. Es sei denn, ich kaue den ganzen Tag über Kaffebohnen oder lasse mir  intravenös Energydrinks einflößen, um dem Tag noch ein paar mehr Stunden zu entlocken.

Aber Spaß beiseite. Fakt ist: man würde am liebsten so viele Dinge tun, aber sie sind nunmal einfach nicht unterzukriegen – zumindest nicht in diesem Leben. Aber statt San Francisco reicht ja auch erstmal Sylt im Wohnmobil und Stoff zum Nähen hält sich ja Gott sei Dank lange. Und wenn die Jungs erstmal älter und selbstständiger werden gibt es sicherlich wieder mehr Zeitfenster. Ich freu mich jedenfalls schon wahnsinnig auf die ersten gemeinsamen Tennis-Stunden mit meinen Boys, bin gespannt, was sie für ein Instrument lernen wollen, wie sich sich dabei anstellen und generell, was sie für Talente entwickeln. Ich werde jedenfalls alles dafür tun, um ihre Träume zu verwirklichen. Solange sie es ihrer Mutter nicht nachmachen und immer wieder einen drauf setzen – dann halt morgen.

ArtNIGHT ALS AUSZEIT

Aber trotz alledem braucht Mutti auch mal Zeit für sich und muss mal unters Volk: ein Weinchen trinken, mit Freundinnen klönen – und siehe da, sogar den Pinsel schwingen. Denn morgen werde ich zum ersten Mal mit einer Freundin zur Hamburger ArtNight gehen und Ausgang mit kreativem Austoben verbinden. Ich bin echt wahnsinnig gespannt. Eine professionelle Künstlerin zeigt uns wie’s geht und danach ist dann jeder für sein persönliches Kunstwerk verantworlich. Unter Garantie werde ich einige Eindrücke auf meinem Instagram-Account hochladen und euch von diesem Abend berichten. Wer weiß, vielleicht komme ich wieder auf den Geschmack und krame die Staffelei danach direkt aus. Bei dem Wetter kann man sie ja schließlich in den Garten stellen und die Jungs kreativ mit einbeziehen. Wir werden es sehen. Bis dahin erstmal: träumt schön, lasst euch eure Auszeit schmecken und gerne in einem Kommentar von euch hören!

Janna und ihre Doppelherzchen  

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