Doppelherzchen

Der einfach, ehrliche Zwillingsblog.

Kitakampf gewonnen – Levi und Lasse werden in die Krippe gehen

Vielleicht meint es 2018 doch gar nicht so schlimm mit uns. Denn am Ende gestaltete sich der der Kampf um eine passende Kita doch wahnsinnig einfach – ganz ohne Ellenbogen, Dinkelkekse oder Schleimspur. Einfach nur dadurch, dass wir noch einmal ein offenes Ohr bekamen und uns ein Kompromiss angeboten wurde, mit dem wir zunächst einmal ganz gut leben können.

Krippenplatz Bescheinigung

Denn was wir nicht wussten: in unserer Wahlkita herrscht Personalmangel und dementsprechend können sie uns erstmal nur 6 Stunden Plätze anbieten, die aufgestockt werden sobald sie eine weitere Person einstellen können. Hoffentlich passiert das noch im nächsten halben Jahr, so dass die Kids pünktlich mit 8 Stunden starten können. Wenn nicht, werden wir die erste Zeit überbrücken müssen: heisst, meine Tante könnte am Anfang 2-3x die Woche kommen und die Twins von der Kita abholen. Oder meine Eltern ziehen im Keller ein. Meine Ma beendet schließlich im Sommer ihr Lehrer-Dasein… Auch unsere Babysitterin aus der Nachbarschaft wird sicherlich an einem Tag auf die Kids aufpassen können und sie aus der Krippe holen. Denn die ist ja Gott sei Dank nur 2 Minuten Gehweg von uns entfernt.

Verrückt, dass sie die Jungs plötzlich mit Kusshand nehmen, oder? Ich bin wahnsinnig froh und es fällt ein riesen Balast von meinem Rücken. Denn ja, wir haben nun auch eine SCHRIFTLICHE Bescheinigung – dementsprechend kann es nicht mehr zu bösen Überraschungen kommen. Und wenn nun noch eine liebe Kindergärtnerin gefunden wird, die dazu beitragen kann, dass wir 8 Stunden Plätze bekommen, bin ich the „happiest Mom“… aber dafür gilt es nun auch noch „Daumen drücken“. Was geschehen ist? Wir haben uns noch einmal mit der Krippe in Kontakt gesetzt, die uns anfangs so fleißig mit Absagen versehen hat und unser Leid geklagt und siehe da: es geht, wenn man auf seinem Standpunkt verhart und sich auf Zwischenlösungen einlässt. Wir haben jedenfalls Glück gehabt und gehören nicht zu den etwa 50% aller Schenefelder Kinder, für die kein Krippenplatz zur Verfügung steht. Die Stadt bemüht sich zwar, dem Problem entgegenzuwirken, baut neue Krippen und versucht Personal zu finden, aber auch in diesem Jahr gehen wieder viel zu viele Kinder leer aus und es wird echt höchste Zeit, dass sich das ändert.

Ein Monat Eingewoehnungszeit – reicht das meinen Kindern?

Gestern erzählte meine Schwiegermutter dann beiläufig „Na hoffentlich kommen die Jungs nicht nach ihrem Vater. Denn der wollte leider so gar nicht in den Kindergarten. 2-3x hingegangen und das Faschingsfest noch mitgenommen, reichte es unserem Sohn“, berichtete sie und mir stellten sich ein paar dieser kleinen, flauschigen Nackenhärchen hoch. An diese Theorie hatte ich noch gar nicht gedacht. Was, wenn die Jungs absolut nicht in die Krippe gehen wollen? „Sorry Boys, aber darauf kann ich leider so gar keine Rücksicht nehmen!“

Die Spielecke beim Bäcker ums Eck wird stets auseinander genommen

Ehrlich gesagt, kann ich mir aber auch nicht vorstellen, dass es zu Schwierigkeiten in der Eingewöhnungszeit kommt. Denn zum einen, sind unsere Jungs nie alleine – sie haben ja schließlich immer den Bruder dabei – und zum anderen ist der Begriff „Fremdeln“ bei uns ein absolutes Fremdwort. Auch wenn der Zappelzwilling manchmal etwas schüchtern reagiert, sobald er Personen länger nicht gesehen hat und eine kleine Weile braucht, bis er komplett warm mit ihnen wird: ich bin mir sicher, dass meine Kinder gern in die Krippe gehen werden. Mit anderen Kindern spielen, neue Spielsachen entdecken und im Sandkasten buddeln – klingt doch nach ordentlich Spaß so ein Krippen-Alltag, oder?

Am Anfang stets krank

Ich kann mich jedenfalls daran erinnern, dass ich immer sehr gerne in den Kindergarten gegangen bin. Gerade die vielen Bastelprojekte, das Getobe im Außengelände und der Geruch von Knete & Co haben sich in meinem Kopf verankert und gehören definitiv zu den positiven Erinnerungen. Aber klar: am Anfang steckt man sich natürlich auch stets mit sämtlichen Kinderkrankheiten an und muss häufig zuhause bleiben. Bei zwei kleinen Zwillingsjung ist die Chance natürlich gleich doppelt so hoch. Umso besser, wenn man in einer solchen Zeit häufiger mal auf Eltern oder Tante zurückgreifen kann, um es sich nicht direkt mit dem Arbeitgeber zu verscherzen und mit zahlreichen Fehltagen zu glänzen. Ich freue mich jedenfalls schon sehr auf die Zeit, in der meine kleinen Pupsis schon so groß sind, dass sie in die Krippe gehen und mit anderen Kindern spielen. Wir üben bereits mit zahlreichen Playdates im Freundeskreis und stellen fest: mit weiteren Kindern spielen, als nur dem eigenen Bruder, kommt sehr gut an. Ich hoffe nur sehr, dass das Wetter bald besser wird, so dass man sich auch endlich mal auf dem Spielplatz treffen kann und sich die Jungs fröhlich in der Buddelkiste einsauen können.

Ab wann ist es soweit

Ab August werden die Twins hier täglich ein und aus gehen

Noch liegt ein halbes Jahr vor uns, bis es soweit ist und Muddi sich wieder in die heiligen Hallen der Werbung begibt. Man könnte meinen: noch wahnsinnig vieeeeeel Zeit, wenn die nur nicht immer so rasen würde. Vorher winkt jedoch erstmal ein anderes großes Abenteuer: der erste Flug ins Ausland. Dann machen es sich Papa, Mama und Kids erstmal 10 Tage auf Malle gemütlich und genießen die Sonne, den Strand und vor allem das Meer. Ich bin echt gespannt, wie die Jungs den großen Ausflug meistern werden und ob wir erholt oder noch gestresster zurück kommen.

Erstmal geht es nächste Woche mit den Jungs zu meinen Eltern, um ein bisschen die Seele baumeln zu lassen. Nun kann ich ja Gott sei Dank ganz unbesorgt aus Schenefeld abdüsen, ohne Angst zu haben eine Krippenanmeldung zu verpassen. Eine wahnsinnige Erleichterung und ein echter Grund, es sich mal ein paar Tage gut gehen und sich von Oma und Opa unterstützen zu lassen. In diesem Sinne:

Auf eine tolle Krippenzeit und hoffentlich ähnlich viel Glück beim „Unterkommen“!

Janna und ihren Doppelherzchen  

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