Doppelherzchen

Der einfach, ehrliche Zwillingsblog.

Von Katastrophen und Zwillingsmamavorsätzen – mein Jahresrückblick 2017

Geht es nur mir so, oder habt ihr auch das Gefühl, dass das Jahr 2017 eindeutig kürzer sein muss, als alle anderen jemals zuvor? Scheinbar ticken die Uhren als Mama einfach anders. Denn obwohl die Tage seit dem 27.01.2017 wesentlich länger und mit so unglaublich vielen Ereignissen vollgestopft waren, scheinen sie an mir vorbeigeflogen zu sein. Und dementsprechend muss ich mich nun zum Jahresende noch einmal sammeln und alles Revue passieren lassen. Zum einen, um mit diesem wunderbaren 2017 abzuschließen, um Fehler zu analysieren und als Chance auf Verbesserung zu sehen, aber auch, um alles Positive als Energiequelle für 2018 zu nutzen. Denn obwohl das Jahr von Trump, dem Brexit und vor allem dem Terror überschattet ist, so ist es für mich persönlich trotzdem ein Glanzjahr: ein Jahr voller Highlights, den schönsten Momenten in meinem Leben und zahlreichen positiven Erinnerungen – für die ich meinen drei Männern danke. Denn die sind nunmal die Ursache für das komplett neue Leben, das ich nun führe.

Das Jahr begann RUND

Vor 12 Monaten startete ich noch mit riesigem Zwillingsbauch und alkoholfreiem Sekt in den Silvesterabend bei Freunden. Es wurde ordentlich Fondue gespachtelt, danach jede Menge Rennie gegen das Sodbrennen hinterhergeworfen und um 12 Uhr wurde mit Robby Bubble angestoßen und eine Wunderkerze angesteckt. Beim Bleigießen wurden Wetten abgeschlossen, wie viele Tage die Zwillingsjungs denn wohl noch in mir verweilen wollten und alle waren sich einig, dass es definitiv nicht mehr lang sein könne, so wie ich zu diesem Zeitpunkt aussah. Dass der Göttergatte und ich tatsächlich noch 27 Tage alleine blieben, hätte wohl kaum einer gedacht.

Aber was soll man nach einer solchen Bilderbuch-Schwangerschaft, die ich erleben durfte auch anderes erwarten? Die Jungs fanden es einfach extrem bequem in Mamas Bauch und mussten 1,5 Tage mit jeder Menge Einleitungs-Tabletten herausgekitzelt werden – auch wenn sich das für Mama alles andere als kitzelig anfühlte. Aber ja, auch der überall gehörte Spruch stimmt in meinem Fall: „man hat die Schmerzen ganz schnell wieder vergessen!“ Denn hey, ich hatte plötzlich zwei süße, kleine, rundum gesunde Zwillingsjungs im Arm und konnte ab dem Moment eh an gar nichts anderes mehr denken. Stilldemenz hin oder her, ich glaube einige Gehirnzellen sterben einfach aus lauter Euphorie, Glück und unfassbarer Erleichterung ab.

Der Zwillingsalltag und seine Fehlerquellen

Am zweiten Tag nach der Geburt unserer Jungs ging es heim – wer will schon länger im Krankenhaus liegen, als unbedingt nötig? Ich jedenfalls nicht. Und so begann unser Alltag mit Zwillingen – den tollsten Erdlingen überhaupt (wie wohl jede Mama von ihren Kindern sagt). Mal chaotisch, mal unglaublich gechillt… meist harmonisch und liebevoll, manchmal flogen allerdings auch die Fetzen. Aber auch das gehört dazu. Schließlich steht man plötzlich vor ganz neuen Herausforderungen, hat zahlreiche Aufgaben und muss rund um die Uhr funktionieren. Aus lauter Angst etwas falsch zu machen, wird man ganz wahnsinnig und dabei sollte man wohl eher mal entspannt durchatmen und sich nicht so unter Druck setzen. À la: „So lange es den Kindern gut geht, sie nicht frieren, hungern oder schwitzen wird schon alles gut sein ;-)“

Immer schön gechillt bleiben

Aber durch Krisen, Fehler und Katastrophen gewinnt man eben auch Erkenntnisse. Meine wären also: wenn ich versuche, mich nicht ständig unter Druck zu setzen, läuft alles viel besser. Das Geheimnis liegt tatsächlich in der „Gechilltheit“. Je entspannter wir als Eltern sind, umso relaxter sind es auch die Kinder – und das ist echt kein Witz. Die merken übrigens auch schon mit 11 Monaten, wenn Mama und Papa sich anzicken. Und JA: man hat mal ‘nen schlechten Tag, ist müde und kaputt und hat gerade keine Lust auf dumme Sprüche, aber: mein Vorsatz für 2018 lautet „nicht gleich immer alles persönlich nehmen!“ Denn leider bin ich der Typ Mensch, der sich gerne mal in Dinge hineinsteigert und jeden kleinen Pups als Provokation auffassen kann, wenn ich abgespannt und genervt bin – nicht soooo gut. Vor allem nicht im stressigen Zwillingsmama-Dasein. Also Janna: „noch mehr inner Ruhe für 2018 bitte“.

was ich mir fuer 2018 vornehme

Jajaja, ich müsste mehr Sport machen, weniger Alkohol trinken und noch weniger Zucker zu mir nehmen, aber hey: deshalb formuliere ich definitiv keine Neujahrsvorsätze wie: „Ab morgen werde ich dreimal die Woche Yoga machen, höchstens zweimal im Monat eine Weinschorle zu mir nehmen und einmal die Woche meine eigene zuckerfreie Schokolade herstellen.“ So löblich diese Vorsätze klingen – ich kenne mich und weiss, wie unrealistisch das Ganze ist. Denn mal ehrlich: woher soll plötzlich die Zeit für dreimal die Woche Yoga herkommen? Klar, ich kann die Kinder mit einbeziehen, aber dann bin ich anschließend garantiert nicht tiefenentspannt (die Jungs krabbeln und klettern nun schließlich mit Vorliebe).

Vorsatz: Yoga-Einheiten erhöhen!

Wie wäre es da zum Beispiel mit dem Kompromiss: „ich baue beim Betüdeln der Kinder häufiger meine Übungen mit ein?“ Schon mal ein Anfang, oder? Und ja, ich gebe zu: gerade an den Feiertagen und im Urlaub des Göttergatten wurde häufiger zu Bierchen, Wein und Co gegriffen, aber in Gesellschaft schmeckt es nunmal auch so gut. Klar, wird der Pegel im neuen Jahr wieder runtergefahren und der Alkoholkonsum eingeschränkt – zumal das Weinregal an Silvester noch einmal geplündert wird. Wie wäre es also mit „was nicht im Haus ist, kann auch nicht getrunken werden?“ Was ja nicht ausschließt, dass man sich mal mit Freunden auf ein Bierchen trifft. And last but not least, das Thema Zucker… auch hier gilt: ab und zu noch mal ein Teilchen vom Weihnachtsteller zu klauen, wird niemanden umbringen – zumal hier noch kein einziger Weihnachtsmann gekillt wurde. Aber: „alles in Maßen!“ Ich versuche auch im nächsten Jahr vermehrt den raffinierten Zucker wegzulassen und zu Alternativen wie Ahornsirup, Agavendicksaft oder Honig zu greifen.

Auf ein tolles neues Jahr

Das Allerwichtigste für das neue Jahr ist: dass sich unsere Kids weiterhin so gut machen, gesund bleiben und uns nachts auch mal Schlaf gönnen. Dann kann gerne alles so bleiben wie es ist. Wie gesagt: 2017 war echt gut!

Was ich mir dennoch vorgenommen habe ist: mir weniger vorzunehmen! Denn tatsächlich frustriert es nur, wenn man sich am Morgen tausend Dinge auf die Fahne schreibt und dann zu nichts kommt – wie auch, wenn zwei kleine Doppelherzchen die volle Aufmerksamkeit der Mama einfordern? Wenn man es schafft, während des Mittagsschlafs der Kids noch einen Pulli zu nähen, dann ist das doch super. Wenn nicht, dann eben nicht. Dann eben ein anderes Mal. Wenn man eine Runde Sport einbauen kann: cool. Ansonsten eben übermorgen. Hauptsache ist doch, dass man soviel Zeit wie möglich mit den kleinen Stinkern verbringt – ansonsten rasen die schönen Momente vielleicht noch schneller an einem vorbei und ehe man sich versieht feiern wir 2025 statt 2018. Also auch hier: mehr innere Ruhe und jeden Moment genießen, dann wird alles gut werden.

Ich wünsche euch allen einen guten Rutsch ins Neue Jahr, nur Vorsätze, die man auch halten kann und viel Glück und Gesundheit in 2018,

Janna und ihre Doppelherzchen  

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