Doppelherzchen

Der einfach, ehrliche Zwillingsblog.

Schnupfen meets Schüttelfrost – was, wenn Mama krank wird?

Von 30° und Sonnenschein, über graue Regentage bis hin zu Sturm und Fröstelstimmung war in den letzten Tagen alles drin. Kein Wunder also, wenn man sich nen dicken Schnuppi holt. Vor allem, wenn man so schlau ist, wie ich und nach dem Babyschwimmen mit nassen Haaren durch den 12 Grad-Sturm rennt… „häää, war doch gerade noch Sommer, oder?“ Jab, es hat mich ordentlich erwischt: Schnupfen, Halsweh, Schüttelfrost: das volle Programm eben. Aber was nun? Als Mutter kann man sich schließlich keinen blauen Schein holen und 3 Tage im Bett verschwinden, oder?

Jetzt weiss ich, was „Fulltime-Job“ bedeutet

Von allen Seiten höre ich immer „Jaja, Mama-sein ist ein Fulltime-Job“ und gerade die älteren Damen im Supermarkt gucken erst entzückt in den Kinderwagen und fragen mich dann stets mit mitleidigem Blick „Süß die beiden, aber das ist ja auch ganz schön viel Arbeit mit so zwei kleinen Wonneproppen, was?“. Vor Kurzem habe ich über solche Sätze immer geschmunzelt und die Antwort war stets „Naja, schon… aber meine beiden sind ganz pflegeleicht! Alles gar kein Problem!“ Sind sie ja auch – schließlich haben die beiden immer gute Laune und ein Grinsen im Gesicht. Aber der Zappelzwilling will momentan einfach nicht essen und den Chiller kann man nicht mehr unbeaufsichtigt lassen, weil er sich sonst durchs komplette Wohnzimmer dreht. Da kann man nicht einfach sagen „huch, heute geht’s mir nicht so gut. Ich lege mich mal mit Tee und Zwieback aufs Sofa, kuschel mich in eine Decke ein und schaue von morgens bis abends Netflix-Serien…“ (Denn so in etwa sahen meine Krankheitstage früher aus). Jetzt heisst es auch mit dickem Dröhnschädel und Rotznase um halb 6Uhr morgens „Guten Morgen meine Süßen, habt ihr gut geschlafen? Sooooo… dann ziehen wir uns mal an, wechseln die Pampers und spielen ein bisschen…“ Nix Kuscheldecke, nix warme Milch mit Honig und vor allem: Nix Netflix!

Neben Inhalieren, das Einzige, was hilft…

Mein „Glück“ war ja, dass ich an einem verlängerten Wochenende krank geworden bin. Somit hatten wir den Papa auch am Pfingstmontag da und ich konnte mich hin und wieder ablegen und entspannen, während Michi mit den Kleinen spazieren ging. Zu blöd auch, dass ich eine Aspirin-Allergie habe und diese ganzen „Super-Komplex-MitEinerTabletteTopFit-Medikamente“ nicht nehmen kann. Denn damit ist vielleicht die Erkältung in den Griff zu bekommen, aber ich renne als Quasimodo durch die Gegend, weil mir stets das komplette Gesicht anschwillt. Somit musste ich auf die guten alten Hausrezepte zugreifen: in einer Tour Tee trinken, Halstabletten lutschen und inhalieren was das Zeug hält. Ja, ich weiss: das Ganze klingt jetzt sehr wehleidig und du denkst dir vielleicht „warum heult die Mutti denn so rum. Die soll sich mal nicht so anstellen!“ Aber hey: ich hab eine spontane Zwillingsgeburt hinter mir und mit lachendem Gesicht einen 25 Kilo Bauch vor mir hergeschleppt – ich behaupte einfach mal „so schmerzempfindlich bin ich gar nicht!“. Muttergrippe ist eben eindeutig was anderes als Männergrippe, wie ich nun definitiv bestätigen kann. Denn während Männer ‘nen Pups quer haben und sich eine Woche lang mit einer Magen-Darm Grippe ins Bett legen, rennen Mütter noch mit 40 Fieber hin und her und sorgen für das Wohl der Familie. So viel zum Thema Fulltime-Job.

DIe Einzige SOrge: Hauptsache die Kinder bleiben gesund

Doch auch wenn man mit Medikamenten und Co versucht, schnell wieder fit zu werden, denkt man an erste Stelle an die Gesundheit der Kleinen. Ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, mir einen Mundschutz zu besorgen, damit die Twins auf keinen Fall etwas abbekommen. Andererseits ist es ja meist eh schon zu spät, wenn die Erkältung erstmal ausgebrochen ist. Man hat ja vorab auch schon mit den Kids gekuschelt und Bakterien ausgetauscht. Dennoch hab ich mich extrem zusammengerissen und versucht meine Rotznase möglichst von ihnen fern zu halten. Kein Kuscheln, kein Nasi-Nasi und schon gar kein Geknutsche mehr. Und ich muss sagen: das war eigentlich das Schlimmste an allem.

Wichtig: immer schön die Kinder vor dem „Hatschiii“ schützen.

Toi, toi, toi bis jetzt sind die Grammy-Jungs top fit und gesund geblieben. Und auch ich hab die Sommergrippe schnell hinter mich gebracht. Einmal ordentlich geschwitzt und dank ACC akut ordentlich abgehustet und schwups, bin ich wieder fit wie ein Turnschuh (oder so ähnlich…). Meine Theorie ist ja tatsächlich, dass die Mutter-Psyche dabei eine tragende Rolle spielt. Denn wenn man sich einfach regelmäßig sagt „Nein Janna, du darfst jetzt nicht krank sein. Du hast echt Wichtigeres zu tun.“ scheint der Körper das irgendwann zu verinnerlichen. Hahaha, okay, ich hab wohl echt noch ne kleine Klatsche von den Medikamenten, aber Einbildung ist ja schließlich auch eine Bildung. Und wenn’s hilft… Könnte quasi der umgekehrte Placebo-Effekt sein oder so. Wie lautet denn dein Geheimrezept bei einer Mutter-Grippe und wie handelst du, wenn es dir mal nicht gut geht? Einfach weitermachen oder einen Urlaubstag von Papa einfordern, um es dir auf dem Sofa bequem zu machen?

Ich bin gespannt, auf deine Muttergrippe-Erfahrungen und sende gesunde Grüße in die Runde.

Janna und ihren Doppelherzchen  

 

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