Doppelherzchen

Der einfach, ehrliche Zwillingsblog.

Zu kalt, zu warm.. – wie zieht man sein Baby Wettergerecht an?

Hallo ihr Lieben. Mit bester Laune und voller „Gutes-Wetter-Euphorie“, melde ich mich zurück. Denn ist es nicht super: die Sonne scheint endlich und es wächst die Hoffnung in mir, sowas wie Urlaub auf Balkonien genießen zu können – auch wenn es SELBSTREDEND immer wieder Schauer gibt. In Hamburg erkennt man den Sommer schließlich daran, dass der Regen wärmer wird 😉

Lasse und ich genießen den Sonnenschein

Aber so geil die warmen Temperaturen auch sind, sie bringen immer riesige Rätsel mit sich. Denn mit jedem Wetterumschwung stellt sich für mich als Zwillingsmama auch immer die Frage: was ziehe ich meinen Jungs an? Nur weil ICH mich direkt ins Sommerkleidchen werfe und auf „Sonne mach mich Neger“ Prinzip setze, heisst das ja noch lange nicht, dass meine Jungs mit ihren fast 4 Monaten in Badehose im Kinderwagen liegen sollten – und schon gar nicht in der prallen Sonne versteht sich! Keine Ahnung warum, aber: auch wenn sonst alles super läuft, die Anzieh-Problematik bei den Jungs verfolgt mich seit dem ersten Tag! Immer wieder grübelt man: „ist das nun zu kalt oder doch zu warm? Sollte ich ihnen nicht doch noch eine Strumpfhose drunter ziehen oder lieber nicht? Müssen sie wirklich die Mütze aufsetzen, auch wenn sie es so hassen?“ Und das Problem ist: keiner hat eine klare Antwort darauf. Jeder empfiehlt etwas anderes, so dass man am Ende sowieso selbst entscheiden muss.

Der Tipp, den man immer bekommt: Zwiebelprinzip!

Seite an Seite wurde im Schlafsack geschlummert

Komisch, dass einen die Frage nach der perfekten Kleidung für unterschiedliches Wetter so stresst, oder? Und wenn man seine Bedenken äußert, hört man fast immer: „einfach den Zwiebellook wählen, damit kannste nichts falsch machen“. Hmmmm… ja, schon klar, aber… manchmal ist auch das schwer umsetzbar. Beginnen wir mal mit der allerersten Nacht zuhause. Da bin ich schier wahnsinnig geworden, weil ich nicht wusste, was die Jungs am besten tragen sollen – wie du vielleicht weißt, sind die Kleinen Ende Januar zur Welt gekommen und sind somit Winterkinder. Auf gar keinen Fall zu warm, war mir klar. Denn das erhöht die „plötzlicher Kindstod“ Gefahr – schließlich können Neugeborene ihre Temperatur noch nicht alleine regulieren. Die optimale Schlaftemperatur liegt laut der allgemeinen Babyratgeber bei 16-18 Grad und es wird empfohlen, den Kindern einen Schlafsack anzuziehen. Gesagt getan: wir sind tatsächlich mit Thermometer in der Hand durch die Bude gerannt und haben mit Stoßlüftungen und Heizung einstellen, für perfektes Schlafklima gesorgt. Doch auch das hat mich nicht beruhigt denn ich hab mich gefragt, ob die Kleinen einen Innenschlafsack überhaupt brauchen, wenn sie doch schon einen Schlafanzug tragen… und da wir sie auch noch pucken wollten, stand über den Köpfen abermals ein großes Fragezeichen. Am Ende haben unsere Jungs (nach langem hin und her) einen Strampler getragen und gepuckt im Winterschlafsack gelegen – ohne Innensack. Und ja: es ist alles gut gegangen, auch wenn ich alle 5 Minuten neben dem Bettchen stand und nach dem Wohlbefinden der kleinen Minis gehorcht habe.

Strickjacke JA oder Nein?!

Aus dem anfänglichen Wahnsinn sind wir NATÜRLICH raus. Nein: wir rennen nicht mehr mit dem Heizstrahler hinter den Jungen her – schon gar nicht bei dem jetzigen Wetter. Aber die Unsicherheit bleibt. Gerade in Hamburg ist es je nach Standort häufig sehr windig und der April hat es auch nicht einfacher gemacht… Krasse Wetterumbrüche machen mich noch immer sehr nervös.

Faustregeln in Sachen „Wann ziehe ich mein Baby wie an?“ 

Doch was zieht man den Kleinen an, wenn das Thermometer von heute auf morgen nicht mehr auf 15, sondern auf 25 Grad steht? Nur nen Kurzarm-Body und ne kurze Hose? „Neeeee, ist doch etwas sehr luftig, oder? Zumal ich gestehen muss, dass ich auf diesen kurzfristigen Sommer gar nicht vorbereitet bin und keine kurzen Hosen für die Boys im Kleiderschrank habe (yeah, endlich wieder ein Grund zum Shoppen ;-)). Generell sagt man ja: ziehe deinen Babies immer eine Schicht mehr an, als dir selbst. Aber das ist eben auch leichter gesagt als getan. Zumal meine eigene Körpertemperatur gerade in der Stillzeit völlig durch den Wind war. Selbst im Februar hab ich geschwitzt wie ein Schwein (eindeutig die Hormone – eigentlich bin ich eher ein Frösteköttel) und bin überwiegend im T-Shirt herumgerannt. Hätte ich die Kleidung der Jungs also nach meinen Befindlichkeiten gewählt, wären sie definitiv nicht ausreichend angezogen gewesen.

Die richtige Raumtemperatur

Generell ist zu sagen, dass sich die Kids bei einer Raumtemperatur von 20 Grad am wohlsten fühlen und ein ganz normales Outfit bestehend aus Kurzarmbody, Pullover, Hose und Söckchen eine super Wahl ist. Oder stattdessen ein Body mit Langarmshirt versteht sich. Im Babyzimmer, in dem der Wickeltisch steht, darf es auch gerne 1-2 Grad wärmer sein und beim Planschen im Badezimmer sollten es ganze 24° sein, damit die kleinen Stinker nicht frieren. Und wichtig natürlich: immer gut abtrocknen – gerade am Köpfchen. Damit sind wir immer gut gefahren und die Jungs haben sich bis jetzt noch nie einen Schnupfen eingefangen. Und das, obwohl wir natürlich zwischendurch immer fleissig gelüftet haben, um für Frischluft zu sorgen. Solange die Kleinen keinen Zug abbekommen ist das natürlich auch enorm wichtig.

zu kalt, zu warm – woran erkenne ich, ob die kleinen schwitzen oder frieren?

Was aber, wenn man mit den Minis spazieren geht? Auch hier ist es schon tausendmal vorgekommen, dass ich die Jungs 108x umgezogen habe, bevor sie endlich im Kinderwagen lagen. Als sie ganz klein waren und es draußen (im Februar) noch kalt war, haben wir sie in dem Raumtemperaturoutfit in kleine Mini-Schneeanzüge gesteckt und ihnen ein Wollmützchen aufgesetzt, bevor es in den, mit Schaffell ausgelegten Kinderwagen ging. Mittlerweile habe ich die Felleinlage entfernt und die Jungs je nach Außentemperatur im Pullover oder bei der Hitze der letzten Tage im T-Shirt hineingelegt. Sobald ich gemerkt habe, dass sie schwitzig wurden, schnell die Söckchen ausgezogen und auch mal das Mützchen abgenommen – natürlich nur bei Windstille. Am Anfang habe ich mir immer wahnsinnige Sorgen gemacht, wenn die Jungs kalte Finger oder Füßchen hatten. Das ist aber tatsächlich öfters der Fall und liegt nicht daran, dass die Kleinen frieren, sondern daran, dass die Durchblutung noch nicht so perfekt ausgebildet ist, wie beim Erwachsenen und somit die Fingerchen manchmal kalt bleiben. Sollten die Hand- oder Fußgelenke kalt sein, lieber eine Schicht mehr anziehen, denn das ist ein Zeichen für Unterkühlung. Wir haben uns zudem immer am Nacken der Kleinen orientiert. Wenn dieser schön warm, aber nicht schwitzig ist, sind die Babies perfekt angezogen.

Das gestrige Sommeroutfit scheint zu gefallen

Was soll ich sagen: meine Jungs waren noch nie krank, haben noch nie übermäßig geschwitzt oder haben sich gar nachts beschwert. Und dennoch hat man immer wieder Fragezeichen in den Augen, wenn man erst nach draußen und dann in den Baby-Kleiderschrank guckt. Wie geht es dir mit der ewigen Klamotten-Frage? Hast du auch ständig das Gefühl, dein Baby-Outfit könnte zu warm oder zu kalt sein? Wahrscheinlich muss man mit dieser Unsicherheit leben und sich einfach an den vorgegebenen Faustregeln entlang hangeln. Dann wird schon alles gut gehen.

In diesem Sinne: auf das schöne Wetter und noch schönere + angemessene Babyoutfits. Alles Liebe wünscht

Janna mit Lasse & Levi  

2 Discussions on
“Zu kalt, zu warm.. – wie zieht man sein Baby Wettergerecht an?”
  • Das kommt mir so bekannt vor. Unsere Maus ist Mitte Januar geboren, also ebenfalls ein Winterbaby. Ich hatte im Vorfeld einen schönen Schneeanzug gekauft, der leider, obwohl für 0-3 Monate, viel zu groß war. In den Kinderwagen haben wir sie daher immer in normalen Sachen (Langarmbody, Langarmshirt/Pullover, Strumpfhose, Hose) plus Wolljacke gepackt und zusätzlich eine Wolldecke unten reingelegt.
    Im Maxi Cosi hatten wir eine Einschlagdecke, die war echt super, und somit kam sie da auch so angezogen wie im Kinderwagen rein,
    Zum Schlafen hat sie von Anfang an einen Schlafanzug und einen Schlafsack an.
    Ich hatte oftmals ein schlechtes Gewissen, dass ich mein Kind zu kalt anziehe, aber sie ist immer warm, aber nicht schwitzig und war bisher auch noch nicht erkältet. Also scheint es ja ok zu sein…

    • DEFINITIV! Lieber etwas weniger anziehen, als zu warm. Denn ein Wärmestau ist wesentlich gefährlicher. Und trotzdem will man ja auch nicht riskieren, dass die Kids frieren oder sich ne Erkältung zuziehen… Ein schwieriges Thema – zumal ich ja oft nicht mal für mich selbst entscheiden kann, welche Kleidung zum aktuellen Wetter passt 😉 Aber hey: wir schaffen das!

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